Disneyland Paris: Alles, was ein Tourist wissen muss
Disneyland Paris liegt nicht in Paris, sondern gut 30 Kilometer östlich davon, und besteht aus zwei Parks: dem Disneyland Park mit dem Dornröschenschloss und dem zweiten Park, der seit dem 29. März 2026 Disney Adventure World heißt – bis dahin trug er den Namen Walt Disney Studios Park. Dazu kommen sieben Disney-Hotels, das Disney Village mit Restaurants und Kinos, ein Golfplatz und ein eigenes Wohn- und Geschäftsviertel. Dieser Artikel ist der Überblick: was der Eintritt kostet, wann man am besten fährt, wie man hinkommt und was man vorher wissen sollte.
Was kostet der Eintritt?
Die schwierigste Frage zuerst. Disney verkauft datierte Tickets zu wechselnden Preisen: Ein Mittwoch im November kostet deutlich weniger als ein Samstag in den Sommerferien. Eine feste Preisliste gibt es deshalb nicht, nur Richtwerte – den genauen Preis sehen Sie erst, wenn Sie im Kalender ein Datum wählen.
Grobe Anhaltspunkte für einen Erwachsenen:
- 1 Tag, 1 Park – ab etwa 55 Euro
- 1 Tag, beide Parks – rund 25 bis 30 Euro mehr
- 2 bis 4 Tage in beiden Parks – ab etwa 145 Euro
- Ticket plus Bahnfahrt ab Paris – ab etwa 130 Euro
- Nur der Transfer ab Paris – ab etwa 50 Euro
Kinder von 3 bis 11 Jahren zahlen weniger, unter 3 Jahren ist der Eintritt frei. Die aktuellen Preise für Ihr Datum sehen Sie hier:
Ein 1-Tages-Ticket für einen Park buchen Sie über diesen Link, das Ticket für beide Parks an einem Tag hier und die Mehrtageskarte hier.
Wenn Sie Eintritt und Anreise in einem Paket möchten, gibt es das Kombiticket für Zug und Park – praktisch, wenn Sie sich nicht mit dem RER beschäftigen wollen. Und wenn Sie das Parkticket schon haben, aber nur den Weg suchen: Hin- und Rücktransfer ab Paris.
Zwei praktische Hinweise zum Kauf. Erstens: Buchen Sie online und früh. An vollen Tagen sind die günstigen Preisstufen ausverkauft, und auf ein Ticket für denselben Tag an der Kasse sollten Sie sich nicht verlassen. Zweitens: Der offizielle Ticketshop von Disney arbeitet an starken Tagen mit einer digitalen Warteschlange – wir haben dort schon über eine Stunde Wartezeit angezeigt bekommen, mit anschließend nur 20 Minuten Zeit für den Kauf. Über die Wiederverkäufer oben geht es meist schneller.
Es gibt auch undatierte Tickets, die ein Jahr gültig sind. Sie kosten mehr als das teuerste datierte Ticket, und Sie müssen trotzdem vorab ein Datum registrieren. Für Reisende mit festem Termin lohnt sich das selten – hier finden Sie die flexiblen Varianten.
Das Ticket berechtigt zum Eintritt, und damit ist alles im Park inklusive: alle Fahrgeschäfte, die Parade auf der Main Street und die Abendshow am Schloss. Geld brauchen Sie nur für Essen, Souvenirs und die kostenpflichtigen Extras, die wir weiter unten erklären.
Welche Bereiche und Figuren gibt es?

Der Disneyland Park ist in fünf Bereiche unterteilt, die sich um das Dornröschenschloss gruppieren – genau wie das Original in Kalifornien. Einen ersten Überblick bekommen Sie aus dem Fenster der Parkbahn, die im Schritttempo einmal herumfährt.
Adventureland ist der beliebteste Bereich: Indiana Jones, die Baumhütte der Familie Robinson, das Piratenschiff und ein Inselirrgarten. Hier steht auch Pirates of the Caribbean, eine der besten Fahrten des ganzen Resorts.
Frontierland ist Wilder Westen, mit einer ganzen Stadt aus Saloons und Goldgräberhütten – und mit Big Thunder Mountain und dem Phantom Manor, das abends deutlich unheimlicher ist als tagsüber.
Main Street U.S.A. ist im Stil der 1920er gebaut und der Bereich direkt hinter dem Eingang. Hier kaufen Sie Souvenirs – am besten am Ende des Tages, nicht am Anfang, sonst tragen Sie die Tüte zwölf Stunden mit.

Discoveryland ist der Bereich im Jules-Verne-Stil, berühmt für die Weltraumachterbahn und für Buzz Lightyear. Fantasyland gehört den Kleinsten und den lebenslangen Disney-Fans: Schneewittchen, Cinderella, Peter Pan, das Karussell und die Figuren zum Fotografieren.
Der zweite Park, Disney Adventure World, wird gerade umgebaut und wächst dabei. Zum Namenswechsel im März 2026 eröffnete dort World of Frozen mit der Bahn Frozen Ever After und dem Treffen mit Elsa und Anna. Dazu kommen der Marvel-Bereich mit Iron Man und Captain Marvel, die Ratatouille-Fahrt, Crush’s Coaster mit den längsten Wartezeiten des Resorts und die Pixar-Welten um Cars und Toy Story. Wenn in älteren Reiseführern noch «Walt Disney Studios» steht: Das ist derselbe Park.
Wann ist die beste Zeit für einen Besuch?
Der Park ist ganzjährig geöffnet. Am angenehmsten ist es im späten Frühjahr (Ende April, Anfang Mai) und in der ersten Hälfte des Herbstes (September, Oktober): mildes Wetter, kürzere Schlangen, und die Halloween-Dekoration ab Oktober ist ein Anlass für sich.
Voll wird es in den europäischen Sommerferien, an Wochenenden und um die Feiertage. Wenn Sie es einrichten können, fahren Sie an einem Wochentag – und planen Sie den Tag so, dass Sie vor der Öffnung am Eingang stehen. Die erste Stunde ist die produktivste des ganzen Tages.

Beide Parks an einem Tag zu schaffen und dabei wirklich etwas zu erleben, ist unrealistisch. Mit Kindern lohnt sich deshalb ein Mehrtagesticket und eine Übernachtung vor Ort – dann fällt die Fahrt hin und zurück nur einmal an.
Übrigens: Gäste der Disney-Hotels kommen mit der Extra Magic Time vor der allgemeinen Öffnung in einen Teil des Parks. Das ist der handfesteste Vorteil einer Übernachtung im Resort: In dieser Stunde schaffen Sie zwei oder drei Attraktionen fast ohne Anstehen. Hotels am Disney Village liegen zu Fuß vom Eingang entfernt. Wer es günstiger möchte, schaut sich alle Hotels rund um Disneyland an – die Partnerhotels im benachbarten Val d’Europe kosten oft deutlich weniger und fahren eigene Shuttles zum Park.
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Datierte Tickets, App und Reservierungen

Die Corona-Regeln von damals – Maskenpflicht, Abstand, begrenzte Besucherzahl – sind längst alle aufgehoben. Geblieben ist eine Sache, die die Planung verändert hat: Tickets gelten für ein bestimmtes Datum. Wenn Ihr Ticket kein Datum trägt, müssen Sie es vorab auf der Seite von Disney für einen Tag registrieren, sonst kommen Sie nicht hinein. Gäste der Disney-Hotels sind davon ausgenommen, sie dürfen an ihren Aufenthaltstagen in die Parks.
Laden Sie außerdem vor der Anreise die offizielle Disneyland-Paris-App herunter. Sie ist inzwischen nicht mehr optional: Darüber laufen der Parkplan, die aktuellen Wartezeiten, der Showplan, die Tischreservierung in den Restaurants, die Warteschlangen für die Figurentreffen und der kostenpflichtige Schnellzugang. Ohne App verschenken Sie einen halben Tag.
Buchen Sie Ihr Hotel in Disney VillageWie man nach Disneyland Paris kommt

Eine Metro fährt nicht dorthin – das steht leider in vielen Texten falsch. Sie fahren mit dem RER A bis zur Endstation Marne-la-Vallée–Chessy, direkt vor dem Parkeingang. Vom Zentrum, etwa ab Châtelet oder Nation, sind es rund 40 Minuten, tagsüber fährt alle paar Minuten ein Zug.
Der eine Fehler, den man hier machen kann: Der RER A teilt sich hinter Vincennes. Steigen Sie nur in einen Zug ein, der als Endstation wirklich Marne-la-Vallée–Chessy anzeigt – der andere Ast endet in Boissy-Saint-Léger und bringt Sie in die falsche Richtung. Die Anzeige über dem Bahnsteig gilt für beide Äste, entscheidend ist der einzelne Zug.
Seit der Tarifreform kostet die einfache Fahrt überall in der Île-de-France 2,55 Euro, die alte Zoneneinteilung spielt für Einzelfahrkarten keine Rolle mehr. Ein Papierkarnet gibt es nicht mehr; Tickets laden Sie auf einen Navigo Easy oder aufs Handy.
Kommen Sie mit dem Flugzeug an, geht es noch bequemer: Vom Flughafen Charles de Gaulle fahren täglich rund zwanzig TGV und OUIGO direkt nach Marne-la-Vallée–Chessy, Fahrzeit nur 10 bis 12 Minuten. Das ist ein eigenes Bahnticket mit Reservierungspflicht und nicht im Flughafen-Nahverkehrsticket enthalten – und zwischen den Abfahrten liegen teils über eine Stunde Pause, also vorher den Fahrplan ansehen. Mit dem Taxi brauchen Sie vom Flughafen 45 bis 60 Minuten; einen Festpreis wie für Fahrten nach Paris gibt es auf dieser Strecke nicht, es läuft über den Taxameter.
Von Orly nehmen Sie heute die Metro 14 bis Châtelet oder Gare de Lyon und dort den RER A – zusammen gut eine Stunde. Alternativ fährt von beiden Flughäfen der Magical Shuttle direkt zu den Hotels, rund eine Stunde Fahrzeit.
Der letzte RER zurück nach Paris fährt kurz nach Mitternacht, Sie können also das Feuerwerk zu Ende sehen. Prüfen Sie den letzten Zug aber am Tag selbst – bei Bauarbeiten endet der Betrieb früher. Wenn Sie zu müde sind, bestellen Sie einen Transfer zum Hotel mit festem Preis.
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Warteschlangen: was es heute gibt

Zuerst die Entwarnung für alle, die noch vom Fastpass gelesen haben: Den gibt es nicht mehr. Die kostenlosen Talons am Eingang der Attraktionen wurden abgeschafft und kommen nicht zurück. Heute läuft alles über die App, und es sind zwei verschiedene Dinge:
Standby Pass – kostenlos. Damit reservieren Sie ein Zeitfenster, in dem Sie sich anstellen dürfen. Das ist kein Vorbeigehen an der Schlange, sondern eine Eintrittskarte in die Schlange – bei stark gefragten Attraktionen manchmal der einzige Weg überhaupt hinein.
Disney Premier Access – kostenpflichtig. Das ist der echte Schnellzugang, in zwei Varianten: One für eine einzelne Attraktion, am Besuchstag in der App gebucht, und Ultimate für je eine schnelle Fahrt an allen teilnehmenden Attraktionen. Der Preis ist nicht fest, sondern hängt von Attraktion und Tag ab. Ohne Smartphone bekommen Sie ihn im Disneyland Park am City Hall, in Disney Adventure World bei den Studio Services.
Und der Punkt, der Familien am häufigsten überrascht: Für die Treffen mit den Figuren gilt Premier Access nicht. Dort gibt es keinen bezahlten Vorrang, sondern eine kostenlose virtuelle Warteschlange in der App – und die Plätze sind irgendwann für den Tag vergeben. Wer Elsa und Anna treffen will, reserviert das morgens.
Kleine Dinge, die den Tag retten
Nehmen Sie eine Wasserflasche mit, im Park gibt es Trinkwasserstellen. Sonnenschutz im Sommer, Regenjacke im Herbst – die Wartebereiche sind nicht alle überdacht, und ein Schirm hilft in der Schlange wenig. Eigenes Essen dürfen Sie mitbringen, das machen die Franzosen selbst ständig; das Essen im Park ist teurer als in Paris, und Tische in den guten Restaurants sind ohne Reservierung in der App kaum zu bekommen.
Große Koffer kommen nicht durch die Eingangskontrolle – geben Sie sie am Bahnhof Marne-la-Vallée–Chessy oder an der Guest Storage am Parkeingang ab. Eine Übersicht dazu haben wir in unserem Artikel über Schließfächer in Paris zusammengestellt.
Prüfen Sie vorher die Mindestgrößen der Achterbahnen in der App. Nichts verdirbt die Laune so zuverlässig wie zwanzig Minuten Anstehen und dann ein Kind, das nicht mitfahren darf. Und machen Sie morgens ein Foto von Ihren Kindern – falls eines verloren geht, ist das die schnellste Hilfe für die Mitarbeiter.
Feiertage im Park
In Disneyland wird ausgiebig gefeiert, und die Saison verändert den Park erheblich. Die größten Anlässe sind Halloween im Oktober und Weihnachten und Neujahr, dazu der Valentinstag im Februar und der St. Patrick’s Day im März. An diesen Tagen laufen die aufwendigsten Shows und Paraden, und der Park hat länger geöffnet – dafür ist er auch voller. Wer die Dekoration sehen will, ohne im Gedränge zu stehen, kommt in der Woche direkt nach dem Beginn der jeweiligen Saison.
Eine schöne Reise zurück in Ihre Kindheit!
Dieser Artikel ist auf Niederländisch, Polnisch, Französisch und Italienisch verfügbar.



Oleksandr / Unsplash
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