Wann ist der Eiffelturm am wenigsten voll?
Die ehrliche Antwort vorweg: Der Eiffelturm ist nie leer. Er lässt jedes Jahr rund sieben Millionen Menschen auf seine Etagen, und das verteilt sich nicht gleichmäßig. Es gibt aber deutliche Unterschiede zwischen einem Dienstag im Februar und einem Samstag im August – und die lassen sich planen.
Das Wichtigste in Kürze
- Die ruhigsten Monate sind November, Januar und Februar – mit Ausnahme der Feiertage und des Valentinstags.
- Die vollsten Monate sind Juni bis September, dazu alle französischen Schulferien und Feiertage. Dann sind Tagestickets regelmäßig ausverkauft.
- Der späte Abend ist ruhiger als der Nachmittag – aber nicht zur vollen Stunde, wenn der Turm funkelt.
- Wochentags ist es leerer als am Wochenende, Dienstag bis Donnerstag am ehesten.
- Im Januar ist die Spitze mehrere Wochen geschlossen. Ruhig ist es dann, aber ganz nach oben kommen Sie nicht.
- Die Sicherheitskontrolle steht unabhängig davon. Zehn bis zwanzig Minuten kostet sie auch an einem leeren Dienstag im Februar.
Nach Monaten
Der Turm selbst nennt Juni bis September als Hochsaison, dazu Schulferien und Feiertage. In diesen Wochen sind Tickets für den Tag selbst häufig nicht mehr zu bekommen, und wer ohne Reservierung kommt, geht oft leer aus.
Umgekehrt sind die ruhigsten Wochen die im Spätherbst und tiefen Winter:
- November – nach den Herbstferien und vor dem Weihnachtsgeschäft. Wahrscheinlich der entspannteste Monat des Jahres am Turm.
- Januar – sehr ruhig, aber mit dem Haken, dass die Spitze wegen der jährlichen Wartung mehrere Wochen geschlossen ist.
- Februar – ruhig, mit einer klaren Ausnahme: Rund um den Valentinstag ist der Turm ein Ziel für Paare aus halb Europa, und die Abendtickets sind Wochen vorher weg.
Der Winter hat einen Nebeneffekt, den viele nicht einkalkulieren: Es wird früh dunkel. Wer im Dezember um 17 Uhr hinauffährt, sieht Paris bereits beleuchtet – und muss dafür nicht bis 22 Uhr wach bleiben. Mit Kindern ist das ein echtes Argument.
Nach Wochentagen
Eine offizielle Statistik nach Wochentagen veröffentlicht der Turm nicht. Die Praxis ist aber eindeutig: Samstag und Sonntag sind die vollsten Tage, weil dann auch Pariser und Wochenendreisende kommen. Dienstag bis Donnerstag sind die ruhigsten.
Montags kommt ein Sondereffekt dazu: Viele Pariser Museen haben dann geschlossen, und ein Teil der Besucher weicht auf den Turm aus. Dasselbe gilt dienstags für alle, die vor verschlossenen Louvre-Türen stehen.
Nach Uhrzeit
Hier hält sich ein Ratschlag besonders hartnäckig: „Kommen Sie zur Öffnung.“ Das Problem ist, dass ihn alle gelesen haben. Die erste Stunde nach Öffnung ist keineswegs zuverlässig leer.
Was in der Praxis besser funktioniert:
- Spätvormittag bis früher Nachmittag meiden. Zwischen elf und sechzehn Uhr ist der Andrang am größten – das ist das Fenster, in dem Reisegruppen und Tagesausflügler zusammentreffen.
- Später Abend. Ab etwa 21 Uhr dünnt es spürbar aus, und der Turm hat in der Hauptsaison bis weit nach Mitternacht geöffnet. Der letzte Aufstieg liegt kurz vor Schluss.
- Nicht zur vollen Stunde. Fünf Minuten lang funkelt der Turm, und dann wollen alle gleichzeitig Fotos machen – unten wie oben.
Der Denkfehler bei „am wenigsten voll“
Die Frage nach der ruhigsten Zeit setzt voraus, dass Warten eine Funktion der Besucherzahl ist. Am Eiffelturm stimmt das nur zum Teil.
Der Grund: Seit das Gelände eingezäunt ist, läuft der gesamte Zugang über zwei kontrollierte Eingänge. Diese Kontrolle dauert zehn bis zwanzig Minuten, und sie hängt weniger davon ab, wie viele Leute da sind, als davon, wie schnell die Schleusen arbeiten. Danach folgt eine zweite Kontrolle am Fuß des Turms.
Wer ein Ticket mit Zeitfenster hat, überspringt dagegen den ganzen Kartenverkauf und steht am Turm in einer eigenen, deutlich kürzeren Schlange. Das bringt an einem vollen Samstag im Juli mehr als die perfekte Monatswahl.
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Die ruhigste Kombination
Wenn Sie es wirklich darauf anlegen: Ein Dienstag oder Mittwoch im November, abends gegen 21 Uhr, mit vorab gebuchtem Zeitfenster. Dann ist Paris beleuchtet, der Turm halbwegs leer, und Sie zahlen für dasselbe Ticket denselben Preis wie im August.
Der Preis dafür: Es ist kalt und oft windig, und auf 276 Metern merkt man das deutlich. Ziehen Sie sich wärmer an, als es unten nötig wäre.
Und wenn Sie gar nicht hinauf müssen
Eine Option, die in dieser Frage fast immer untergeht: Der Vorplatz und die Gärten unter dem Turm sind kostenlos. Sie gehen durch die Sicherheitskontrolle, stehen unter der Konstruktion, setzen sich auf die Wiese des Champ de Mars – und haben null Wartezeit an Aufzügen.
Viele Besucher berichten hinterher, dass ihnen genau das besser gefallen hat als die Aussicht von oben. Und für das klassische Foto des Turms müssen Sie ohnehin gegenüberstehen: am Trocadéro, auf der Pont de Bir-Hakeim oder in der Rue de l’Université.
Der große deutschsprachige Stadtrundgang von TouringBee führt durch das Zentrum von Paris und funktioniert auch ohne Internet – unter dem Turm ist der Empfang erfahrungsgemäß schlecht.
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Wir wünschen Ihnen einen ruhigen Besuch!


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