Eine der besten Möglichkeiten, die Erinnerungen an Ihre Reise zu bewahren und sie mit Ihren Lieben zu teilen, ist, ein kleines Stück Urlaub mit nach Hause zu bringen! In diesem Artikel stellen wir Ihnen zehn der interessantesten und ungewöhnlichsten Souvenirs aus Norwegen vor, die Sie in diesem Land finden können. Sie bewahren nicht nur ein Stück erlebter Emotionen, sondern geben Ihnen auch die Möglichkeit, ein Stück norwegischer Kultur zu teilen.
Und wenn Sie etwas wirklich Individuelles mitbringen möchten, sollten Sie überlegen, ob Sie in einer Schmuckwerkstatt einen Silberring oder Glasschmuck herstellen, die zu echten Symbolen Ihrer Reise werden können.
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Das Wichtigste in Kürze
- Lassen Sie sich die Mehrwertsteuer zurückgeben. Norwegen gehört nicht zur EU: Ab 315 NOK Einkaufswert in einem Geschäft bekommen Sie einen Teil der 25 % Mehrwertsteuer zurück – aber nur, wenn Sie den Beleg vor dem Check-in abstempeln lassen.
- Brunost dürfen Sie mitnehmen. Für Lebensmittel aus Norwegen gelten dieselben Regeln wie innerhalb der EU. Käse, Wurst und Fisch sind also kein Problem, bei Fisch bis 20 Kilo pro Person.
- Finger weg von Wal und Walross. Schnitzereien aus Walknochen oder Walrosszahn dürfen nicht in die EU eingeführt werden – auch dann nicht, wenn sie in Norwegen ganz legal im Laden liegen.
- Alkohol gibt es nur im Vinmonopolet. Alles über 4,7 Prozent verkauft ausschließlich der staatliche Monopolist, im Supermarkt finden Sie nur leichtes Bier – und sonntags gar nichts.
- Prüfen Sie beim Pullover das Etikett. Ein großer Teil der „norwegischen“ Strickware in Souvenirläden kommt aus Asien oder Osteuropa. Wer in Norwegen strickt, schreibt es drauf.
- Norwegen ist teuer. Rund ein Fünftel über deutschem Preisniveau, bei Lebensmitteln ein Drittel, bei Alkohol das Doppelte. Rechnen Sie das beim Souvenirbudget mit ein.
- Karte geht überall. Bargeld brauchen Sie praktisch nirgends, auch nicht auf Handwerksmärkten.
- Husfliden ist die sichere Adresse. Die Läden des norwegischen Handwerksverbands führen echtes Kunsthandwerk statt Flughafenware, unter anderem in Oslo und Bergen.
Glas und Keramik
Norwegisches Glas ist älter als die meisten Souvenirs, die Sie sonst finden werden. Hadeland Glassverk in Jevnaker, gut eine Autostunde nördlich von Oslo, bläst seit 1762 Glas und ist damit die älteste noch arbeitende Manufaktur des Landes. Man kann hinfahren: Es gibt eine Hütte, in der täglich vor Publikum gearbeitet wird, ein Museum, Läden und Kurse, in denen Sie sich Ihr Glas selbst blasen.
Die zweite bekannte Adresse ist Magnor Glassverk an der schwedischen Grenze. Bei Keramik sind es Porsgrund Porselæn und Figgjo – schlichtes skandinavisches Geschirr, das in norwegischen Küchen seit Jahrzehnten steht und sich gut verpacken lässt.
Handgefertigte Gläser und Schalen greifen oft Motive aus der Natur auf: Bergketten, Fjordlinien, Nordlicht. Auf hölzernen Trinkgefäßen nach samischem Vorbild laufen Rentiere zwischen geschnitzten Linien. Beides verträgt den Koffer besser, als man denkt, wenn man es in den Pullover wickelt.
Traditionelle norwegische Süßigkeiten
Bei norwegischen Süßigkeiten denkt man zuerst an Lakritz – auf Norwegisch lakris. Die Variante mit Salmiak, salt lakris, ist der eigentliche skandinavische Sonderweg: Sie schmeckt beim ersten Mal nach allem Möglichen, nur nicht nach Süßigkeit, und wird trotzdem in erstaunlichen Mengen gegessen.
Achten Sie im Laden darauf, dass wirklich Norwegisches in der Tüte landet – vieles, was in Souvenirregalen steht, kommt aus Deutschland oder den Niederlanden. Norwegisch sind:
- Nidar aus Trondheim – Smash (Maissnacks in Vollmilchschokolade), Stratos mit seiner luftigen Porenstruktur und die Lakritzboote „Skipper“.
- Freia aus Oslo – Melkesjokolade, Firkløver mit Haselnuss und vor allem Kvikk Lunsj, der Riegel, den Norweger seit 1937 auf jede Skitour mitnehmen.
- Den Norske Lakrisfabrikken aus Oslo – handgemachtes Lakritz von salzig bis Sanddorn, deutlich teurer und deutlich besser als Supermarktware.
Wenn Sie Lakritz bisher nicht mochten, fangen Sie mit den süßen Sorten an und lassen Sie die salzigen zunächst stehen. Umgekehrt funktioniert es selten.
Ein Tipp für Mitbringsel im Dutzend: Kvikk Lunsj gibt es in Großpackungen, kostet wenig und ist in Norwegen so selbstverständlich, dass sich darüber jeder freut, der einmal dort war.
Brunost – der braune Käse
Brunost heißt wörtlich „brauner Käse“, und streng genommen ist er keiner: Er entsteht, indem Molke stundenlang eingekocht wird, bis der Milchzucker karamellisiert. Daher die Farbe, die feste Konsistenz und der Geschmack, der irgendwo zwischen Karamell und Ziegenkäse liegt. Erfunden hat ihn 1863 die Sennerin Anne Hov im Gudbrandsdal, die der Molke Sahne zusetzte – und ihrem Tal damit zu Wohlstand verhalf.
Im Regal stehen mehrere Sorten nebeneinander. Gudbrandsdalsost aus Kuh- und Ziegenmilch ist die meistverkaufte und die mildeste, Ekte Geitost ist reiner Ziegenmolkenkäse und deutlich kräftiger, Fløtemysost die sahnige, sanfte Variante. Wer ihn zum ersten Mal probiert, fängt beim Gudbrandsdalsost an.
Als Mitbringsel ist Brunost fast ideal: vakuumverpackt, trocken, und er übersteht einen Reisetag ohne Kühlung problemlos. Dazu gehört der ostehøvel, der norwegische Käsehobel – 1925 von einem Tischler aus Lillehammer erfunden und vermutlich das nützlichste Souvenir dieser ganzen Liste.
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Gewürze und Marinaden
Die Norweger sind wahre Gurus, wenn es um die Zubereitung von Fisch geht. Sie können also einige Gewürze und Marinaden mit nach Hause nehmen, um Ihre eigenen lokalen Spezialitäten zuzubereiten. Mischungen mit Beeren, wie Preiselbeeren oder Moltebeeren, sind hier sehr beliebt.
Und probieren Sie unbedingt Lachs in Gravlax-Marinade. Mitnehmen dürfen Sie ihn übrigens auch: Für Fisch aus Norwegen gilt eine Freimenge von 20 Kilo pro Person, vakuumverpackter Räucherlachs und getrockneter Stockfisch sind also ganz normale Mitbringsel.
Der norwegische Pullover: Genser, Lusekofte und Marius
Der Pullover heißt auf Norwegisch genser, die geknöpfte Jacke kofte. Gestrickt wird traditionell aus norwegischer Wolle, nicht aus Merino: Sie kratzt etwas mehr, hält dafür auch nass noch warm – und genau dafür war sie gedacht.
Die Muster haben jeweils eine Herkunft, und es lohnt sich, sie auseinanderzuhalten:
- Setesdalsgenser, auch Lusekofte – das schwarz-weiße Muster aus dem Setesdal mit den charakteristischen „Läusestichen“, dazu Zinnspangen und bestickte Bänder. Das ist die wirklich alte Tradition.
- Selburose – der achtblättrige Stern aus dem Dorf Selbu, seit 1857 vor allem auf Fäustlingen. Wenn Sie in Norwegen Handschuhe kaufen, ist das dieses Muster.
- Marius – der bekannteste von allen und dabei gar nicht alt: 1953 entworfen, aus Setesdal-Motiven in den Farben der norwegischen Flagge. Rund fünf Millionen Exemplare sind seither gestrickt worden.
- Fana – die Jacke aus der Gegend um Bergen, mit Karomuster am Saum und Sternen über der Brust.
Wichtig beim Kauf: Ein großer Teil der „norwegischen“ Pullover in Souvenirläden und am Flughafen wird in Asien oder Osteuropa produziert. Wer in Norwegen strickt, schreibt es aufs Etikett – achten Sie auf „Made in Norway“ und auf Namen wie Dale of Norway, Norlender oder Devold. Handgestricktes kostet entsprechend: Unter 300 Euro werden Sie selten fündig, maschinell gestrickte Markenpullover liegen deutlich darunter.
Und probieren Sie an, bevor Sie zahlen: Norwegische Strickgrößen fallen großzügig aus, und ein Setesdalsgenser ist als Fehlkauf ein teurer Fehlkauf.
Kunsthandwerk aus Filz
Norwegen ist reich an traditionellem Kunsthandwerk, und das Filzhandwerk nimmt einen wichtigen Platz in dieser Kultur ein. Filz ist ein dichtes Textilmaterial aus gefilzter, gepresster Wolle.
Daraus entstehen Pantoffeln (tøfler), Fäustlinge (votter), Taschen, Kissen, Sitzauflagen für kalte Holzbänke und Schmuck. Gefilzte Wollpantoffeln sind eines der wenigen Souvenirs, die man zu Hause tatsächlich jeden Tag benutzt. Der Phantasie der Kunsthandwerker sind keine Grenzen gesetzt. Aus dieser langen Liste werden Sie sicher etwas finden, das Ihnen gefällt.
Es gibt sogar Geschäfte, die sich ausschließlich auf Filzprodukte spezialisiert haben und in denen Sie mit Sicherheit etwas mit traditionellen Mustern oder Symbolen finden werden.
Aquavit und andere Getränke
Akevitt ist das bekannteste norwegische Getränk: ein Destillat aus Kartoffeln oder Getreide, gewürzt vor allem mit Kümmel und Dill, mindestens 37,5 Prozent stark und meist im Eichenfass gereift. Der Name kommt vom lateinischen aqua vitae, Lebenswasser. Getrunken wird er zu fettem Essen – zu Weihnachten, zu Krabben, zu Räucherfisch.
Die bekannteste Flasche ist Linie Aquavit, und sie hat eine ungewöhnliche Biografie: Die Fässer fahren per Schiff über den Äquator und wieder zurück, weil Schaukeln und Temperaturwechsel dem Destillat bekommen. Auf dem Rückenetikett steht, welches Schiff es war und wann. Daneben lohnen sich Løiten, Lysholm und Gilde.
Zwei Dinge vorab. Erstens: Alles über 4,7 Prozent Alkohol verkauft in Norwegen ausschließlich das staatliche Vinmonopolet – im Supermarkt gibt es nur leichtes Bier, sonntags gar keines. Zweitens: Alkohol kostet dort ungefähr das Doppelte des deutschen Preises, der Einkauf im Duty-free bei der Ausreise ist also keine schlechte Idee.
Bei der Rückreise gilt die Freimenge für Nicht-EU-Länder: ein Liter Spirituosen über 22 Prozent oder zwei Liter bis 22 Prozent, dazu vier Liter Wein und sechzehn Liter Bier. Nach norwegischem Wein müssen Sie übrigens nicht suchen – ein paar sehr kleine Weingüter am Oslofjord gibt es, eine Weinindustrie nicht.
Handgefertigte Lederwaren
Norwegische Lederwaren zeichnen sich durch hohe Qualität, einzigartiges Design und die berühmte norwegische Liebe zum Detail aus (ihre Akribie ist offensichtlich). Ob Taschen, Geldbörsen, Gürtel, Schuhe, Handytaschen, Schlüsselanhänger oder Untersetzer – hier finden Sie etwas nach Ihrem Geschmack.
Antiquitäten
Auf den Flohmärkten in Oslo und Bergen sowie in spezialisierten Antiquitätengeschäften finden Sie alte Gegenstände wie Keramik von berühmten norwegischen Kunsthandwerkern oder einzigartigen handgefertigten Schmuck aus Edelmetallen. Einige davon haben einen besonderen Wert, weil sie vor dem 20. Jahrhundert im Alltag verwendet wurden. Wenn Sie solche Gegenstände für sich selbst oder als Geschenk kaufen, erhalten Sie nicht nur einen Gegenstand, sondern auch ein Stück norwegischer Geschichte.
Was Sie besser nicht kaufen
In arktischen Regionen und auf Svalbard werden geschnitzte Figuren und Schmuck aus Walknochen und Walrosszahn angeboten. Sie sehen beeindruckend aus. Kaufen Sie sie trotzdem nicht.
Alle Walarten stehen im Washingtoner Artenschutzübereinkommen und in Anhang A der EU-Verordnung 338/97. Die Einfuhr von Walprodukten in die EU ist damit verboten – unabhängig davon, dass der Verkauf in Norwegen legal ist. Walross steht in Anhang B und wäre nur mit Ausfuhrdokument und EU-Einfuhrgenehmigung erlaubt; für ein im Laden gekauftes Souvenir gibt es diese Papiere in aller Regel nicht. Was der deutsche Zoll findet, wird eingezogen, und es bleibt selten beim Einziehen: Artenschutzverstöße reichen von der Ordnungswidrigkeit bis zur Straftat. Dasselbe gilt für Robbenprodukte, die in der EU seit Jahren nicht mehr eingeführt werden dürfen.
Was stattdessen geht: Schnitzereien aus Birke und Wacholder, Trinkgefäße aus Holz nach samischem Vorbild, Messer mit Griff aus Rentiergeweih. Lassen Sie sich im Laden bestätigen, woraus ein Stück besteht, nehmen Sie den Beleg mit – und packen Sie das Messer ins aufgegebene Gepäck.
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Tax Free: Holen Sie sich die Mehrwertsteuer zurück
Norwegen gehört nicht zur EU, und beim Souvenirkauf ist das bares Geld wert. Wer nicht in Norwegen, Schweden, Dänemark oder Finnland wohnt, bekommt einen Teil der norwegischen Mehrwertsteuer zurück – der Normalsatz liegt bei 25 Prozent, auf Lebensmittel bei 15.
- Der Einkauf muss in einem angeschlossenen Geschäft mindestens 315 NOK betragen. Fragen Sie an der Kasse nach dem Tax-Free-Formular und zeigen Sie den Pass vor.
- Die Ware muss innerhalb von 30 Tagen unbenutzt ausgeführt werden – lassen Sie den Pullover also im Papier.
- Der Beleg wird vor dem Check-in am Tax-Free-Schalter abgestempelt, nicht danach. Wer den Koffer schon aufgegeben hat, bekommt nichts.
- Ausgezahlt wird über Global Blue, Planet oder PIE VAT – in Oslo-Gardermoen, an den übrigen Flughäfen, an Fährterminals und an den großen Straßengrenzen.
Unterm Strich bleiben meist elf bis neunzehn Prozent des Kaufpreises übrig. Bei einem handgestrickten Pullover ist das schnell ein dreistelliger Betrag.
Wo Sie echtes Handwerk finden
Die verlässlichste Adresse ist Husfliden (Norsk Flid), die Ladenkette des norwegischen Handwerksverbands. Dort liegen Bunad-Silber, Strickwaren, Holzarbeiten und Textilien aus norwegischer Produktion, und das Personal kann Ihnen zu jedem Stück sagen, woher es kommt. Filialen gibt es in rund zwei Dutzend Städten, unter anderem in Oslo und in Bergen.
Daneben lohnen sich die Museumsläden – das Norsk Folkemuseum in Oslo, das KODE in Bergen – und die Werkstätten in den Holzgassen von Bryggen. Was am Flughafen und in den Kreuzfahrtläden ausliegt, ist dagegen meistens Importware.
Wenn Sie zwischen zwei Einkäufen ohnehin durch Oslo laufen: Der deutschsprachige Audioguide von TouringBee für Oslo führt an den Läden der Innenstadt vorbei und erklärt unterwegs, warum die Stadt aussieht, wie sie aussieht.
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Eine Reise nach Norwegen ist nicht nur eine Gelegenheit, die Naturlandschaften und die reiche Kultur zu genießen, sondern auch eine Chance, ein Stück dieses erstaunlichen Landes mit nach Hause zu nehmen. Die Souvenirs aus Norwegen, die Sie auswählen, werden ein Zeugnis der lebendigen Momente, Abenteuer und Entdeckungen sein, die Sie erlebt haben. Egal, was Sie mitbringen, der norwegische Geist wird Sie begleiten und Sie an die Gastfreundschaft des nordischen Landes erinnern.
Sie reisen weiter durch den Norden? Dann lohnt auch ein Blick auf die schönsten Souvenirs aus Schweden und auf die beliebtesten Souvenirs aus Island – die Regeln für Tax Free und Zoll sind dort ganz ähnlich.




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