Eiffelturm ohne Warteschlange: Tickets, Treppe und Sicherheitskontrolle
Der Eiffelturm ist für zwei Dinge berühmt: die Aussicht und die Warteschlangen. Die zweite lässt sich zu einem großen Teil vermeiden – aber nicht mit den Tricks, die man üblicherweise liest, sondern mit drei nüchternen Entscheidungen: vorab buchen, den richtigen Zugang nehmen und die Sicherheitskontrolle einplanen.
Dieser Artikel behandelt genau das. Einen kompletten Überblick über den Turm finden Sie in unserem Artikel mit allen wichtigen Informationen.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Warteschlange, die Sie unterschätzen, ist die Sicherheitskontrolle. Sie steht vor dem Gelände, gilt für alle – auch ohne Ticket – und kostet zehn bis zwanzig Minuten.
- Ein Ticket mit Zeitfenster ist die eine Sache, die wirklich hilft. Damit haben Sie am Fuß des Turms eine eigene Schlange.
- Tickets erscheinen 90 Tage im Voraus, Treppentickets 60 Tage. In der Hauptsaison sind sie schnell weg.
- Seit Ende September 2026 muss auch das Treppenticket vorab gebucht werden. Der alte Rat „einfach zur Treppenkasse gehen“ funktioniert nicht mehr.
- Zu Fuß ist deutlich billiger – rund 14,80 € statt 23,50 € für Erwachsene – und Sie sehen die erste Etage, die die meisten überspringen.
- 674 Stufen bis zur zweiten Etage. Weiter hinauf geht es ausschließlich mit dem Aufzug.
- Ein Restaurantbesuch im Turm ist kein Ticket. Er bringt Sie zum Restaurant, nicht auf die Aussichtsplattformen – mit einer Ausnahme, siehe unten.
Zuerst: die Sicherheitskontrolle
Das Gelände unter dem Turm ist seit einigen Jahren eingezäunt, und hinein kommen Sie nur über zwei Zugänge: den Eingang 1 im Süden, Richtung Bir-Hakeim, und den Eingang 2 im Osten. Dort wird kontrolliert – Taschen, Metalldetektor – und zwar unabhängig davon, ob Sie hinauffahren wollen oder nur unter dem Turm stehen möchten.
Rechnen Sie dafür mit zehn bis zwanzig Minuten, in der Hauptsaison mit mehr. Danach folgt am Fuß des Turms eine zweite Kontrolle für alle, die nach oben wollen.
Das ist der Grund, warum „ich habe doch ein Skip-the-Line-Ticket“ nicht bedeutet, dass Sie nirgends anstehen. Das Ticket überspringt den Kartenverkauf, nicht die Sicherheit.
Praktisch heißt das: Seien Sie eine halbe Stunde vor Ihrem gebuchten Zeitfenster am Eingang. Zu früh lässt man Sie oben nicht durch, zu spät verfällt der Slot – aber die halbe Stunde puffert die Kontrolle ab.
Weg 1: Ticket mit Zeitfenster buchen
Das ist die einfachste und wirksamste Maßnahme. Tickets für den Aufzug erscheinen 90 Tage vor dem Datum, Treppentickets 60 Tage vorher, und in der Hauptsaison sind die guten Zeiten binnen Tagen vergriffen.
Ein Online-Aufschlag existiert nicht – an der Kasse kostet dasselbe Ticket denselben Preis. Der Unterschied ist die Auswahl: Wer vor Ort kauft, bekommt das, was übrig ist, und an vollen Tagen ist das gar nichts.
Wenn beim Turm selbst nichts mehr frei ist, lohnt der Blick zu den Wiederverkäufern. Sie halten eigene Kontingente, die unabhängig vom offiziellen Verkauf sind.
Weg 2: zu Fuß hinauf
Die Treppe ist der unterschätzteste Weg auf den Turm. Sie kostet für Erwachsene rund 14,80 € statt 23,50 €, und sie führt über die erste Etage, die fast niemand betritt, weil der Aufzug dort nicht hält. Dabei ist die Aussicht von dort für viele die angenehmere: Sie sind hoch genug für den Überblick und tief genug, um noch Details zu erkennen.
Bis zur zweiten Etage sind es 674 Stufen in zwei Abschnitten, mit einer Pause auf der ersten Etage. Geübte Steiger brauchen pro Abschnitt zehn bis fünfzehn Minuten, alle anderen etwas länger. Die Treppe ist offen und breit, es geht also auch mit Höhenangst besser, als man denkt – hinuntersehen muss man nicht.
Zwei Einschränkungen:
- Über die zweite Etage hinaus führt keine Treppe für Besucher. Zur Spitze kommen Sie nur mit dem Aufzug. Dafür gibt es ein kombiniertes Ticket für rund 28 €.
- Der alte Trick funktioniert nicht mehr. Früher konnte man ohne Reservierung zur Treppenkasse gehen und war in zehn Minuten drin. Seit Ende September 2026 ist auch das Treppenticket reservierungspflichtig.
Nach unten dürfen Sie den Aufzug kostenlos nehmen – die Knie danken es.
Weg 3: Kombiticket oder Städtepass
Wenn Sie ohnehin eine Seine-Rundfahrt oder eine Stadtrundfahrt planen, lohnt der Blick auf Kombiangebote: Sie bündeln den Turmbesuch mit einer Bootsfahrt und sind zusammen meist günstiger als einzeln gebucht.
Auch in den großen Städtepässen ist der Eiffelturm enthalten. Den Paris-Pass mit über 30 Attraktionen finden Sie hier – aber auch damit müssen Sie das Zeitfenster für den Turm vorab reservieren. Der Pass ersetzt die Bezahlung, nicht die Buchung.
Weg 4: im Turm essen
Der Eiffelturm hat zwei Restaurants, und beide haben einen eigenen Aufzug vom Vorplatz aus – Sie fahren also an der normalen Besucherschlange vorbei.
- Madame Brasserie auf der ersten Etage, seit 2022 unter Thierry Marx. Mittags im Bereich von etwa 48 bis 69 €, abends deutlich darüber. Eine Mittagsreservierung schließt das Ticket für die erste Etage ein – das ist die einzige Variante, bei der das Essen tatsächlich einen Turmbesuch enthält.
- Jules Verne auf der zweiten Etage, zwei Michelin-Sterne, Küchenchef Frédéric Anton. Reservierung Monate im Voraus, Kleiderordnung, eigener Aufzug.
Für alle anderen Buchungen gilt: Der Tisch bringt Sie zum Restaurant, nicht auf die Aussichtsplattformen. Wenn Sie danach noch hinauf wollen, brauchen Sie ein reguläres Ticket.
» LESEN SIE MEHR – Restaurants auf dem Eiffelturm: Madame Brasserie, Jules Verne und die Champagnerbar
Was nicht hilft
Drei Ratschläge, die durch Reiseblogs geistern und sich in der Praxis nicht bewähren:
- „Kommen Sie zur Öffnung.“ Das tun alle, die den Rat gelesen haben. Die Morgenstunden sind nicht zuverlässig leerer als der späte Nachmittag.
- „Am Südpfeiler gibt es keine Schlange.“ Die alte Aufteilung nach Pfeilern beschreibt der Turm selbst längst nicht mehr so; maßgeblich sind die beiden Geländeeingänge und Ihr Ticket.
- „Bei Regen ist niemand da.“ Bei schlechtem Wetter schließt gelegentlich die Spitze, weil oben Wind und Nebel herrschen – Sie stehen dann unten an und kommen trotzdem nicht ganz hinauf.
Wenn Sie doch warten müssen
- Ziehen Sie sich wärmer an, als es unten nötig wäre. Auf 276 Metern weht fast immer Wind, und im Winter kommen Nebel und Nieselregen dazu.
- Nehmen Sie keine großen Taschen mit – sie verlangsamen die Kontrolle, und Schließfächer gibt es am Turm nicht.
- Planen Sie die erste Etage ein, auch wenn Sie mit dem Aufzug fahren. Sie können von der zweiten Etage zu Fuß hinuntergehen.
- Essen kaufen Sie besser vorher. Die Imbisse im Turm sind teuer, die Auswahl am Bir-Hakeim oder am Trocadéro ist größer.
Der große deutschsprachige Stadtrundgang von TouringBee deckt das Zentrum von Paris ab und funktioniert auch ohne Internet – also genau dann, wenn Sie in der Schlange stehen und das Netz unter dem Turm streikt.
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Wir wünschen Ihnen einen schönen Aufstieg!


Pixabay


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