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Jardin des Tuileries: Öffnungszeiten, Skulpturen und die beiden Museen

Der Jardin des Tuileries

Der Jardin des Tuileries ist der Garten, durch den in Paris fast jeder einmal läuft, ohne ihn sich vorgenommen zu haben. Er liegt zwischen dem Louvre und der Place de la Concorde, ist kostenlos, ganzjährig geöffnet und damit die naheliegendste Pause zwischen zwei Sehenswürdigkeiten – mit zwei Museen, ein paar hundert Skulpturen und den berühmten grünen Stühlen, die man sich einfach nimmt und irgendwohin trägt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Eintritt ist frei, das ganze Jahr über.
  • Geöffnet ab 7 Uhr morgens, im Hochsommer bis 23 Uhr, im Frühjahr und Herbst bis 21 Uhr, im Winter bis in den frühen Abend. Eine halbe Stunde vor Schluss wird geräumt.
  • Metro Tuileries oder Concorde, beide Linie 1 – der Garten liegt genau dazwischen.
  • Zwei Museen liegen im Garten: das Musée de l’Orangerie mit Monets Seerosen-Panoramen und die Galerie Jeu de Paume für Fotografie.
  • Die grünen Stühle sind für alle. Sie dürfen sie nehmen, verschieben und an den Rand des Beckens stellen. Genau dafür stehen sie da.
  • Im Sommer steht hier ein Rummelplatz, die Fête des Tuileries, mit Riesenrad und Buden – meist von Ende Juni bis in den August.
  • Der Garten verbindet zwei Achsen: vom Louvre zur Concorde und weiter über die Champs-Élysées bis zum Triumphbogen. Es ist ein Spaziergang, kein Umweg.

Woher der Name kommt

Jardin des Tuileries in Paris

Vor dem Garten standen hier Ziegeleien. Tuile heißt auf Französisch Dachziegel, tuilerie die Ziegelei – daher der Name, der bis heute geblieben ist, obwohl der letzte Ofen seit Jahrhunderten kalt ist.

Angelegt wurde der Garten 1564 für Katharina von Medici, die neben dem Louvre einen neuen Palast bauen ließ und dazu einen Garten im italienischen Stil ihrer Heimat wollte. Jeder folgende Herrscher veränderte ihn ein wenig. Den entscheidenden Umbau verantwortete unter Ludwig XIV. André Le Nôtre – derselbe Gärtner, der Versailles gestaltete, und übrigens der Sohn des Mannes, der hier vor ihm Obergärtner war.

Was Le Nôtre daraus machte, ist bis heute das Lehrbuchbeispiel des französischen Gartens: strenge Symmetrie, eine Mittelachse, die den Blick bis zum Horizont zieht, Becken als Ruhepunkte und Baumreihen als Wände. Nach der Revolution wurde der königliche Garten öffentlich zugänglich.

Der Palast selbst steht nicht mehr. Er brannte 1871 während der Pariser Kommune aus und wurde später abgerissen – deshalb endet der Garten heute im Osten einfach an einem offenen Platz, wo eigentlich ein Schloss stehen müsste.

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Was im Garten steht

Skulpturen im Jardin des Tuileries

Die Tuilerien sind nebenbei eines der größten Freiluftmuseen der Stadt. Zwischen den Alleen stehen Skulpturen vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart, und einige der bekanntesten Stücke werden von den meisten Besuchern schlicht übersehen.

Der auffälligste Bestand sind die Bronzen von Aristide Maillol, die in den 1960er Jahren auf Betreiben des damaligen Kulturministers André Malraux hier aufgestellt wurden: schwere, ruhige Frauenfiguren, die im Carrousel-Teil des Gartens zwischen den Hecken stehen. Dazu kommen moderne Arbeiten, unter anderem von Giacometti, Dubuffet und Max Ernst.

Mehrere der älteren Figuren sind Kopien – die Originale stehen im Louvre, geschützt vor Wetter und Tauben.

Die beiden Museen

Am westlichen Ende des Gartens, zur Seine hin, steht das Musée de l’Orangerie. Gebaut wurde es 1852 als Winterquartier für die Orangenbäume; heute hängen dort in zwei eigens dafür gebauten ovalen Sälen Monets Nymphéas, die Seerosen-Panoramen. Acht Wandbilder, zusammen über hundert Meter lang, die den Betrachter vollständig umschließen. Es ist ein kleines Museum und ein großer Eindruck.

Eintrittskarten für das Musée de l'Orangerie finden Sie hier

Auf der gegenüberliegenden Seite, zur Rue de Rivoli, steht die Galerie nationale du Jeu de Paume im früheren Ballhaus Napoleons III. Sie zeigt heute vor allem Fotografie und zeitgenössische Bildmedien – ein Haus für Leute, die schon zwei Museen gesehen haben und trotzdem noch Lust auf ein drittes haben.

Was im Garten los ist

Die Tuilerien sind kein stiller Park. Hier finden regelmäßig Modenschauen statt – die Pariser Modewoche baut ihre Zelte gerne im Carrousel-Teil auf –, dazu Ausstellungen und Installationen zeitgenössischer Kunst.

Im Sommer steht im östlichen Teil die Fête des Tuileries, ein Rummelplatz mit Riesenrad, Buden und Zuckerwatte, üblicherweise von Ende Juni bis in den August hinein. Vom Riesenrad aus sehen Sie den Louvre, die Concorde und, bei klarem Wetter, den Eiffelturm auf einmal. Die genauen Termine wechseln von Jahr zu Jahr.

Und ein Detail, das man erst beim zweiten Besuch bemerkt: Die grünen Metallstühle rund um die beiden Wasserbecken sind nicht befestigt. Die Pariser nehmen sich einen, tragen ihn dorthin, wo gerade die Sonne steht, und lassen ihn dort. Machen Sie es genauso – das ist ausdrücklich so gedacht.

Praktische Informationen

Anfahrt. Metro Tuileries oder Concorde, beide auf der Linie 1. Vom Louvre kommen Sie zu Fuß direkt in den Garten, vom Musée d’Orsay über die Passerelle Léopold-Sédar-Senghor in wenigen Minuten.

Öffnungszeiten. Der Garten öffnet morgens um 7 Uhr, im Winter um 7:30 Uhr. Geschlossen wird je nach Jahreszeit: im Hochsommer gegen 23 Uhr, im Frühjahr und Frühherbst gegen 21 Uhr, im Winterhalbjahr am frühen Abend. Rund eine halbe Stunde vor Schluss beginnen die Aufseher, die Besucher zu den Ausgängen zu schicken. Die aktuellen Zeiten stehen auf der Seite des Louvre, der den Garten verwaltet.

Eintritt. Frei. Für die beiden Museen im Garten brauchen Sie jeweils ein eigenes Ticket.

Essen. Im Garten stehen mehrere Cafés mit Terrassen unter Bäumen. Sie sind, wie alles an dieser Adresse, nicht billig – ein mitgebrachtes Picknick auf einem der grünen Stühle funktioniert genauso gut.

Womit Sie den Besuch verbinden

Der Garten liegt auf der großen Achse von Paris: Im Osten schließt der Louvre an, im Westen die Place de la Concorde, und von dort führen die Champs-Élysées weiter zum Triumphbogen. Wer nach dem Museum durch die Tuilerien zur Concorde läuft, hat in zwanzig Minuten die halbe Innenstadt gesehen.

Am sinnvollsten ist die Reihenfolge Museum zuerst, Garten danach: Nach drei Stunden Louvre ist ein Stuhl an einem Wasserbecken genau das Richtige.

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Wir wünschen Ihnen einen schönen Spaziergang durch die Tuilerien!

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