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Nur ein Tag in Arles – was Sie alles entdecken können

Entdecken Sie Arles an nur einem Tag! Diese provenzalische Stadt hat eine mehr als zweitausendjährige Geschichte mit einem reichen architektonischen Erbe, sowohl aus der römischen Antike als auch aus dem Mittelalter stammend.

Die Altstadt ist im traditionellen provenzalischen Stil gebaut – aus weißem Backstein. Die roten Ziegeldächer und die blauen Fensterläden sind ein heller Akzent, der allen, die den Ort besucht haben, in Erinnerung bleibt. Wenn Sie sich für Geschichte interessieren, dann sollten Sie an einer geführten Besichtigung teilnehmen, um noch mehr zu erfahren! Sie können sie hier buchen.

Für viele ist Arles aber vor allem die Stadt von Vincent van Gogh. In den 15 Monaten, die er hier lebte, entstanden rund 200 Gemälde – die Sonnenblumen, das Schlafzimmer, die Caféterrasse am Abend.

Eines sollten Sie vorher wissen, sonst wird der Tag eine Enttäuschung: In Arles hängt kein einziges Original von Van Gogh. Alle Bilder sind längst in Museen in aller Welt. Die Fondation Vincent van Gogh in der Stadt besitzt selbst keine Sammlung, sondern zeigt Wechselausstellungen mit Leihgaben – mal sind ein, zwei echte Van Goghs dabei, mal keiner. Der Eintritt kostet rund 10 Euro, unter 26 Jahren ist er frei; ob gerade ein Original hängt, steht auf der Seite der Stiftung.

Was Arles stattdessen bietet, ist besser als es klingt: die Orte selbst. Das Fremdenverkehrsamt hat einen kostenlosen Rundweg ausgeschildert, der rund zehn Stellen markiert – an jeder steht eine Tafel mit dem Gemälde genau dort, wo es entstanden ist. Zwei Stunden, keine Anmeldung, und man sieht mit eigenen Augen, was er aus dem Motiv gemacht hat.

Wie kommt man nach Arles?

Wahrscheinlich werden Sie Arles im Rahmen einer größeren Reise in die Provence besuchen.

Die bequemste Art, die Stadt zu erreichen, ist mit dem Zug. Von Avignon aus dauert die Fahrt nur etwa 20 Minuten, von Marseille aus rund 45 Minuten. Die Fahrpreise schwanken je nach Zug und Buchungszeitpunkt; früh gebucht zahlen Sie deutlich weniger. Vergessen Sie nicht, eine Fahrkarte im Voraus zu kaufen, dafür gibt es eine offizielle Website der französischen Eisenbahngesellschaft.

Sie können auch mit dem Bus von allen größeren Städten in der Umgebung nach Arles fahren. Das dauert länger als mit dem Zug, ist aber etwas billiger.

Der Busbahnhof und der Bahnhof sind nicht weit voneinander entfernt. Von hier aus sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten mit den Stadtbussen leicht zu erreichen. Es gibt einen kostenlosen Shuttlebus (rote Busse) in die Altstadt. Insgesamt ist die Stadt ziemlich kompakt, und wenn man Lust hat und das Wetter nicht zu heiß ist, kann man Arles gut zu Fuß entdecken.

Römisches Erbe in Arles

Das Amphitheater

Entdecken Sie die römische Seite von Arles! Das Amphitheater, ein hervorragend erhaltenes Denkmal der römischen Zivilisation, ist das Wahrzeichen von Arles. Es ist mehr als 2000 Jahre alt und wurde in der flavischen Zeit erbaut, als hier Gladiatorenkämpfe stattfanden.

Heute wird es hauptsächlich für Theatervorstellungen und Veranstaltungen genutzt, und für die umstrittenen Stierkämpfe, die an einzelnen Terminen der Sommersaison stattfinden – vor allem zur Feria im Frühjahr und im Herbst. Der ausgezeichnete Zustand des Amphitheaters zieht Filmemacher an, die hier leicht eine authentische Kulisse des antiken Roms finden können.

Das antike Theater

100 Meter südlich der Arena befindet sich das antike Theater, dessen Aussehen auf die Regierungszeit von Kaiser Augustus zurückgeht. Es ist eines der ersten Steintheater des Römischen Reiches, von dem sich auch in Paris Anklänge finden lassen. In seiner Mitte befand sich einst ein Apollo geweihter Altar. In den Nischen standen Statuen der Götter und des Kaisers selbst. Der Kopf der Aphrodite, der sich heute im Louvre befindet (Venus von Arles), ist erhalten geblieben. Der ursprüngliche Standort wurde durch Plünderer, die Steine für den Bau entwendeten, schwer beschädigt, so dass der Ort, den Sie sehen, stark rekonstruiert wurde.

Die Nekropole der Alyscamps

Folgen Sie dem Canal de Craponne nach Südosten, kommen Sie zur römischen Nekropole der Alyscamps. Sie war in der Römerzeit ein Friedhof, und die Bestattungen wurden bis ins Mittelalter fortgesetzt. Hier wurde der heilige Trophimus begraben, dem die Hauptkirche von Arles gewidmet ist. Dante erwähnt die Alyscamps in der Göttlichen Komödie – und Van Gogh malte die Allee mit ihren Sarkophagen im Herbst 1888 mehrfach.

Wenn man vom Amphitheater aus in nordwestlicher Richtung geht, gelangt man nach 250 Metern zu den Konstantinsthermen, römischen Bädern aus dem 4. Jahrhundert. Sie sind größtenteils verfallen, aber die erhaltenen Teile geben Gelegenheit, sich diese Einrichtung in ihren besseren Tagen vorzustellen.

In der Stadt gibt es einen riesigen römischen Granitobelisken, der sich auf dem Platz der Republik direkt gegenüber der Kathedrale und dem Rathaus erhebt. Sein ursprünglicher Standort war der römische Zirkus, doch nach dessen Zerstörung fiel der Obelisk um. Er wurde im 17. Jahrhundert wieder aufgestellt. Dieser Ort ist bei Reisebloggern sehr beliebt, um tolle Fotos zu machen. Vielleicht möchten Sie auch eins?

Mittelalterliche Architektur in Arles

Die Hauptattraktion von Arles aus dem Mittelalter ist die Kathedrale von St. Trophime. Sie befindet sich an der Place de la Republique. Das Gebäude der Kathedrale gehört zur romanischen Architektur und verfügt über ein wunderschön ausgeführtes Kalkportal aus dem 12. Jahrhundert.

Das Hauptthema des Portals sind die Themen des Alten Testaments. Das Innere ist mit Gemälden und Wandteppichen geschmückt. An die Kathedrale schließt sich der Kreuzgang des Heiligen Trophimus an – ein herausragendes Denkmal mittelalterlicher Kunst. Zwei romanische (12. Jahrhundert) und zwei gotische (14. Jahrhundert) Galerien beherbergen zahlreiche Skulpturen. Nur wenige Gehminuten entfernt befindet sich das Viertel L’Hauture, in dem die Abtei Saint-Césaire, die Kapelle Saint-Jean-de-Moustier und die Kirche Saint-Blaise zu sehen sind. Dort gibt es auch eine authentische Töpferwerkstatt aus dem 17. Jahrhundert.

Wer sich für Kirchenarchitektur begeistert, findet in der Umgebung noch mehr: die Abtei Montmajour nördlich der Stadt, die Van Gogh mehr als fünfzig Mal gezeichnet hat, und die romanische Abtei Sénanque zwischen ihren Lavendelfeldern.

Wo kann man in Arles essen?

In Arles gibt es eine Vielzahl von Cafés und Restaurants zu entdecken, in denen Sie die provenzalische und die allgemeine französische Küche probieren können. Im Bereich des Amphitheaters gibt es besonders viele gute Cafés und Restaurants, von denen wir einige empfehlen können:

  • Hostellerie des Arènes in der Rue du Refuge 62,
  • Le Grillon in der 1 Rue Girard le Bleu
  • Le Criquet in der 21 Rue Porte de Laure.

Probieren Sie unbedingt die Calissons, ein traditionelles Dessert auf der Basis kandierter Mandeln. Sie sind auch ein gutes Mitbringsel für zu Hause.

Wo kann man in Arles übernachten?

Wenn der Charme von Arles Sie in seinen Bann zieht und Sie eine Nacht dort verbringen möchten, steht Ihnen eine gute Auswahl an Hotels zur Verfügung. Auf der Grundlage von Gästebewertungen der Stadt können wir diese gemütlichen und nicht zu teuren Hotels im Zentrum von Arles empfehlen:

Interessieren Sie sich auch noch für andere Städte in der Provence? Buchen Sie hier einen Tagesausflug nach Saint-Rémy und Les Baux.

 

Genießen Sie Ihre Reise nach Arles!

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