Restaurants auf dem Eiffelturm: Madame Brasserie, Jules Verne und die Champagnerbar
Im Eiffelturm kann man essen – und das ist keine Touristenfalle, sondern eine der wenigen Gelegenheiten, dieses Bauwerk in Ruhe zu erleben. Wer einen Tisch hat, fährt mit einem eigenen Aufzug hinauf und steht nicht in der Besucherschlange.
Es gibt drei Adressen im Turm, und sie könnten unterschiedlicher kaum sein: eine Brasserie auf der ersten Etage, ein Sternerestaurant auf der zweiten und eine Champagnerbar ganz oben. Restaurants mit Blick auf den Turm finden Sie in unserem separaten Artikel.
Das Wichtigste in Kürze
- Drei Adressen im Turm: Madame Brasserie (1. Etage), Le Jules Verne (2. Etage), Champagnerbar (Spitze).
- Beide Restaurants haben einen eigenen Aufzug vom Vorplatz – Sie fahren an der Besucherschlange vorbei.
- Eine Restaurantreservierung enthält den Aufstieg zur jeweiligen Etage, aber keinen Zugang zu den anderen Etagen oder zur Spitze. Wer danach noch hinauf will, braucht ein reguläres Ticket.
- Reserviert wird lange im Voraus, beim Jules Verne Monate.
- Die Champagnerbar kann man nicht reservieren. Sie gehört zum normalen Besuch der Spitze.
- Die Preise bewegen sich in weiten Spannen – vom Mittagsmenü bis zum Degustationsmenü am Fensterplatz liegen mehrere Hundert Euro. Prüfen Sie die aktuelle Karte vor der Buchung.
Madame Brasserie, erste Etage
Auf der ersten Etage, 57 Meter über dem Champ de Mars, lag jahrzehntelang das Restaurant „58 Tour Eiffel“. Nach einer Renovierung eröffnete es 2022 unter neuem Namen und neuer Leitung: Madame Brasserie, Küchenchef Thierry Marx.
Die Küche ist französisch und bewusst zugänglicher als eine Etage höher – Brasserie eben, wenn auch eine mit Aussicht. Es gibt Mittags- und Abendkarten in mehreren Preisstufen, und der Unterschied zwischen dem einfachsten Menü und dem Degustationsmenü am Fensterplatz ist erheblich. Ein Mittagessen beginnt im niedrigen zweistelligen Bereich pro Person, das große Abendmenü am Fenster liegt deutlich im dreistelligen.
Was für diese Adresse spricht: Die erste Etage ist der Teil des Turms, den die meisten Besucher überspringen, weil der Aufzug dort nicht hält. Sie essen also an einem vergleichsweise ruhigen Ort – mit Glasboden, Terrasse und dem Blick über das Marsfeld.
Wichtig beim Buchen: Die Reservierung bringt Sie zur ersten Etage, nicht auf die Aussichtsplattformen darüber. Wenn Sie nach dem Essen noch zur Spitze möchten, kaufen Sie dafür ein separates Ticket.
Zur Brasserie gehört auch eine Bar auf derselben Etage, an der man ohne Reservierung ein Glas trinken und eine Kleinigkeit essen kann. Sie ist die unkomplizierteste Art, im Turm etwas zu konsumieren, ohne ein Menü zu buchen.
Mittagessen in der Madame Brasserie reservieren Abendessen in der Madame Brasserie reservierenLe Jules Verne, zweite Etage

Eine Etage höher, auf rund 125 Metern, liegt das Jules Verne – benannt nach dem Schriftsteller, geführt von Frédéric Anton und mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnet. Das ist kein Restaurant mit Aussicht, sondern ein Sternerestaurant, das zufällig in einem Wahrzeichen steht.
Entsprechend läuft der Besuch ab: Reservierung Monate im Voraus, eigener Aufzug am Südpfeiler, Kleiderordnung, Menüs statt à la carte. Die Preise liegen deutlich über denen der Etage darunter.
Ob sich das lohnt, ist eine Frage des Anlasses. Für ein beliebiges Mittagessen ist es der falsche Ort; für einen Geburtstag, einen Antrag oder einen einmaligen Abend in Paris ist es genau der richtige.
Die Champagnerbar an der Spitze
Ganz oben, auf 276 Metern, steht die Bar à Champagne. Reservieren kann man dort nicht – sie gehört zum normalen Besuch der Spitze, und man stellt sich einfach an.
Es gibt Champagner weiß und rosé im Glas, dazu alkoholfreie Alternativen. Günstig ist es nicht: Rechnen Sie pro Glas mit einem Betrag, für den Sie unten in Paris eine ganze Flasche bekommen. Gegessen wird hier nicht – die Bar serviert Getränke und Kleinigkeiten, mehr nicht.
Wer den Champagner gleich mitbuchen will, findet beim Turm ein kombiniertes Ticket aus Aufstieg zur Spitze und einem Glas.
Praktischer Hinweis: Oben ist es windig und deutlich kälter als unten, auch im Sommer. Ein Glas Champagner im Januar auf 276 Metern ist ein kurzes Vergnügen – ziehen Sie sich entsprechend an.
Was der Turm sonst noch zu essen hat
Neben den drei Adressen gibt es auf dem Vorplatz und auf der ersten und zweiten Etage mehrere Imbisse und Snackbars: Crêpes, Sandwiches, Getränke, Eis. Die Qualität ist Wahrzeichen-Qualität, die Preise auch. Wer nur eine Kleinigkeit braucht, kauft sie besser vorher – rund um die Metrostation Bir-Hakeim und am Trocadéro ist die Auswahl größer und der Preis niedriger.
Der große deutschsprachige Stadtrundgang von TouringBee führt durch das Zentrum von Paris und funktioniert auch ohne Internet – unter dem Turm ist der Empfang erfahrungsgemäß schlecht.
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Bon appétit!




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