Musée Picasso in Paris: Tickets, Öffnungszeiten und Tipps für den Besuch

Das Pablo Picasso Museum in Paris

Das Musée Picasso ist eines der angenehmeren großen Museen in Paris: mehr als 5.000 Werke von Pablo Picasso in einem Stadtpalais aus dem 17. Jahrhundert, mitten im Marais, und ohne die Menschenmassen des Louvre. Man braucht etwa zwei Stunden, kein Zeitfenster und muss trotzdem nicht lange anstehen, wenn man das Ticket vorher hat.

Tickets und Preise

  • 16 € regulär – Dauerausstellung und Wechselausstellung zusammen, es gibt kein günstigeres „nur Sammlung“-Ticket.
  • 12 € pro Erwachsenem mit dem Familientarif (zwei Erwachsene mit mindestens einem Kind).
  • Kostenlos für alle unter 18 und für EU-Bürger unter 26 – Ausweis mitbringen, er wird kontrolliert.
  • Kostenlos für alle am ersten Sonntag im Monat. Dafür kann man nichts reservieren, man stellt sich an, und man ist nicht allein. Wer kein knappes Budget hat, kommt an einem anderen Tag entspannter rein.
  • Der Paris Museum Pass gilt hier. Wenn Sie in Paris ohnehin mehrere Museen pro Tag machen, ist der Pass die billigere Rechnung.

Ein Zeitfenster ist für Einzelbesucher nicht vorgeschrieben – ein gekauftes Ticket gilt für den Tag. Trotzdem lohnt sich der Kauf im Voraus, und das hat einen banalen Grund: Der Eingang im Hôtel Salé ist eng, Kasse und Einlass teilen sich denselben Flur, und an Wochenenden steht man deshalb auch ohne überfüllte Säle eine Weile im Hof.


Alternativ gibt es Eintrittskarten mit bevorzugtem Einlass – beide Varianten schließen die Wechselausstellung mit ein.

Öffnungszeiten

  • Dienstag bis Sonntag: 9:30 bis 18:00 Uhr – letzter Einlass 17:15 Uhr.
  • Montags geschlossen.
  • Geschlossen am 1. Januar, 1. Mai und 25. Dezember.
  • Am 24. und 31. Dezember schließt das Museum um 17:00 Uhr.

Die ruhigsten Stunden sind Dienstag und Donnerstag direkt zur Öffnung. Nachmittags am Wochenende ist es im zweiten Stock eng, weil dort die bekanntesten Bilder hängen.
Adresse: 5 rue de Thorigny, 75003 Paris. Metro Saint-Paul (Linie 1), Saint-Sébastien–Froissart oder Chemin Vert (Linie 8) – von allen drei Stationen sind es fünf bis sieben Minuten zu Fuß.
Eine Einschränkung, die man vorher wissen sollte: der Aufzug in den dritten Stock ist derzeit außer Betrieb. Wer nicht gut Treppen steigt, sieht das oberste Geschoss nicht – am besten vorher beim Museum nachfragen, ob sich daran etwas geändert hat.

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Was im Musée Picasso zu sehen ist

Musée Picasso in Paris, Hôtel Salé
Die Sammlung ist deshalb besonders, weil sie nicht zusammengekauft wurde: Sie kam nach Picassos Tod 1973 über die Erbschaftssteuer an den französischen Staat, und zwar aus seinen eigenen Ateliers. Hier hängt also, was Picasso selbst behalten hat – und das ist etwas anderes als das, was er verkauft hat. Dazu kommen die Schenkung von Jacqueline Picasso und die Sammlung, die er von anderen Künstlern besaß, unter anderem Bilder von Cézanne, Matisse, Degas und Rousseau.
Insgesamt sind es mehr als 5.000 Werke – Gemälde, Skulpturen, Keramik, Zeichnungen, Radierungen – plus ein Archiv von über 200.000 Dokumenten: Fotografien, Briefe, Notizhefte, Rechnungen. Gezeigt wird immer nur ein Ausschnitt, der regelmäßig wechselt. Seit Ende September 2026 hängt eine neu konzipierte Sammlungspräsentation, es lohnt sich also auch ein zweiter Besuch, wenn man vor Jahren schon da war.
Was man in anderen Picasso-Museen so nicht findet, sind die Skulpturen und die dreidimensionalen Experimente – die kubistischen Konstruktionen aus Blech und Draht, die Keramiken aus Vallauris, die zusammengesetzten Objekte. Wenn Sie Picasso vor allem als Maler kennen, ist das der überraschendste Teil des Hauses.
In den Ausstellungsräumen stehen rund fünfzig Möbelstücke von Diego Giacometti – Bronzebänke, Tische, Leuchter, die er speziell für das Museum entworfen hat. Sie gehören inzwischen selbst zu den Dingen, die Leute hier fotografieren.
Parallel läuft fast immer eine Wechselausstellung; bis Anfang Februar 2027 ist es eine Ausstellung zu Kurt Schwitters. Sie ist im Ticket enthalten.

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Das Hôtel Salé – das Gebäude selbst

Hôtel Salé, Gebäude des Musée Picasso in Paris
Das Haus ist die zweite Attraktion und wäre auch ohne Picasso einen Umweg wert. Gebaut wurde es zwischen 1656 und 1659 für Pierre Aubert de Fontenay, der als Steuerpächter die Salzsteuer für die Krone eintrieb und daran reich wurde. Die Pariser nannten sein Palais daher spottend „das Gesalzene“ – hôtel salé – und der Name blieb hängen, obwohl Aubert selbst nach wenigen Jahren bankrott war und ausziehen musste.
Danach wechselte das Haus ständig die Nutzung: Botschaft der Republik Venedig, Schule, Werkstatt, zuletzt eine Kunsthochschule. 1968 wurde es als Denkmal geschützt, 1974 kaufte es die Stadt, und nach einem Umbau von Roland Simounet – der die barocke Hülle stehen ließ und innen eine konsequent moderne Raumfolge einbaute – öffnete 1985 das Museum. Die Treppe mit den Stuckfiguren im Eingangsbereich ist Original aus dem 17. Jahrhundert.
Ab 2028 wird wieder gebaut: Das Projekt „Picasso 2030“ soll einen Skulpturengarten und einen neuen Flügel bringen und Ende 2030 fertig sein. Das Museum bleibt während der Arbeiten geöffnet. Wer also in älteren Artikeln von einem Skulpturengarten liest: den gibt es noch nicht.

Wie man den Besuch in den Tag einbaut

Das Musée Picasso ist klein genug für einen halben Tag, und die Lage macht die andere Hälfte leicht. In fünf Minuten ist man an der Place des Vosges, in zehn am Musée Carnavalet, dessen Dauerausstellung zur Stadtgeschichte kostenlos ist – die beste Kombination mit dem Picasso, wenn das Budget zählt.
Nicht mehr möglich ist die naheliegendste Kombination von früher: das Centre Pompidou zehn Gehminuten weiter ist seit September 2025 geschlossen und bleibt es bis 2030. Als Ersatz für moderne Kunst in Laufweite bleibt die Bourse de Commerce.
Und weil das Marais vor allem ein Viertel zum Laufen und Essen ist: die alten Bäckereien, Falafelläden und Delikatessengeschäfte zwischen rue des Rosiers und rue de Bretagne sind das, woran man sich hinterher erinnert. Wer sie nicht zufällig finden will, kann dafür eine deutschsprachige Food-Tour von TouringBee durch das Marais nehmen, die genau diese Adressen abgeht.

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Wenn Sie für mehrere Tage in Paris nach einem Hotel im Marais suchen: Das 3. und 4. Arrondissement sind zum Zu-Fuß-Gehen die bequemste Wahl in der Stadt – Picasso, Carnavalet, Notre-Dame und das Quartier Latin liegen alle im Gehradius.
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Viel Freude beim Besuch!

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