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Tour Montparnasse: Aussichtsplattform, Status und Alternativen

Wenn Sie diesen Artikel lesen, weil Sie auf den Montparnasse-Turm hinauf wollen: Das geht derzeit nicht. Die Aussichtsplattform im 56. Stock und die Dachterrasse sind seit dem 31. März 2026 geschlossen, und einen Termin für die Wiedereröffnung hat niemand genannt. Es gibt momentan keine Tickets zu kaufen – wenn Sie irgendwo welche angeboten sehen, sind es alte Restposten oder eine veraltete Seite.

Das ist eine echte Änderung im Paris-Programm, denn der Montparnasse war die Alternative zum Eiffelturm: der einzige Ort, von dem aus man den Eiffelturm im Panorama sieht, und dazu fast ohne Schlange. Unten steht, was genau passiert ist, wie es weitergeht und wohin Sie stattdessen für den Blick über Paris gehen.

Was geschlossen ist – und was nicht

Geschlossen ist der Besucherbereich: die Etage 56 mit dem Rundumblick und die offene Terrasse darüber. Die letzten Besucher kamen am 31. März 2026 hinauf. Das Panoramarestaurant «Ciel de Paris» im 56. Stock hat noch früher zugemacht, nämlich endgültig im Juni 2025 – wer dort einen Tisch am Fenster reservieren wollte, muss sich etwas anderes suchen. Auch die Büros im Turm wurden geräumt.

Der Turm selbst steht natürlich weiter da, und das Viertel rundherum funktioniert normal: der Bahnhof, die Kinos, die Brasserien am Boulevard, der Friedhof Montparnasse. Nur hinauf kommt man nicht.

Ein geführter Rundgang durch das Viertel Montparnasselohnt sich trotzdem – das Viertel war das Zentrum der Pariser Künstlerbohème.

Warum niemand ein Datum nennt

Der Turm sollte umgebaut werden: neue Glasfassade, zwölf Meter höher, Wintergärten, ein Hotel, ein Gewächshaus auf dem Dach. Ursprünglich hätte das zu den Olympischen Spielen 2024 fertig sein sollen – daraus wurde nichts, gebaut wurde bis zur Schließung nicht.

Und dann kam es noch anders: Im September 2026 haben die Eigentümer des Turms das Projekt abgelehnt – mit über drei Viertel der Stimmen gegen den Start der Arbeiten, nachdem die Kosten auf rund 800 Millionen Euro gestiegen waren. Die Baugenehmigung von 2019 läuft Ende November 2026 aus. Jetzt soll ein kleineres Vorhaben geplant werden, vermutlich beschränkt auf Fassade und Schadstoffsanierung, mit einer neuen Genehmigung.

Für Sie als Besucher heißt das: Es gibt derzeit keinen Zeitplan, an den man sich halten könnte. Wir aktualisieren diesen Artikel, sobald die Betreiber etwas ankündigen. Bis dahin gilt: nicht einplanen.

Wo Sie stattdessen über Paris schauen

Tour Montparnasse in Paris

Der naheliegende Ersatz ist der Eiffelturm selbst – mit dem bekannten Nachteil, dass man den Eiffelturm von dort nicht sieht. Wer genau dieses Bild will, also Paris mit Eiffelturm von oben, nimmt am besten den Triumphbogen: Die Dachterrasse liegt mitten auf der Achse, der Blick auf die Champs-Élysées und auf den Turm ist von dort der beste in der Stadt, und es sind nur gut zweihundert Stufen.

Kostenlos geht es auch: die Dachterrassen der großen Kaufhäuser Galeries Lafayette und Printemps am Boulevard Haussmann, die Terrasse des Institut du Monde Arabe mit Blick auf die Seine und Notre-Dame, der Parc de Belleville im Osten und die Treppe vor Sacré-Cœur in Montmartre. Keine Tickets, keine Schlangen, und bei den Kaufhäusern noch ein Café dazu.

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Wofür der Montparnasse-Turm berühmt ist

Montparnasse-Turm in Paris

Der Turm steht im historischen Viertel Montparnasse, nach dem er benannt ist. Vorher stand hier der alte Bahnhof, der dem wachsenden Verkehr nicht mehr gewachsen war. Gebaut wurde von 1970 bis 1973, im Rahmen eines großen Modernisierungsprogramms – vier Architekten waren beteiligt, was man dem Ergebnis nicht ansieht.

Mit 210 Metern und 59 Etagen war er bei der Fertigstellung das höchste Bürohochhaus Europas. Heute reicht das längst nicht mehr für die Spitzenplätze.

Die Kritik war von Anfang an heftig: zu wuchtig, zu düster, und mitten im flachen Paris ein Fremdkörper. Die Empörung ging so weit, dass Hochhäuser im Stadtzentrum anschließend gesetzlich verboten wurden – gebaut wurde stattdessen draußen in La Défense. Der Montparnasse blieb als einziger stehen und wurde mit der Zeit selbst zur Sehenswürdigkeit. 1995 kletterte der französische «Spider-Man» Alain Robert ohne Sicherung an der Fassade hinauf und stürzte dabei fast ab.

Unter dem Turm kreuzen sich mehrere Metrolinien – das ganze Bauwerk steht auf Betonpfählen. Die Metrostation heißt Montparnasse – Bienvenüe, es halten die Linien 4, 6, 12 und 13. Gleich daneben liegt der Bahnhof Montparnasse, von dem die Züge in die Bretagne, nach Bordeaux und zum Mont-Saint-Michel fahren.

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Die Gegend ist als Unterkunft übrigens eine vernünftige Wahl, auch ohne Aussichtsplattform: ruhiger und günstiger als das Zentrum, mit der Metro 4 sind Sie in einer Viertelstunde an der Notre-Dame, und wenn Sie mit dem TGV weiterreisen, wohnen Sie direkt am Bahnhof.

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