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Alle Pariser Bahnhöfe auf einen Blick

Paris ist an sich schon außergewöhnlich attraktiv, aber Millionen Menschen nutzen die Stadt jedes Jahr auch als Sprungbrett: Von den Pariser Bahnhöfen aus erreichen Sie in zwei Stunden das Meer, die Alpen, Brüssel oder Bordeaux. Der Haken ist nur: Paris hat sechs große Bahnhöfe, sie liegen weit auseinander, und wer am falschen ankommt, verpasst seinen Zug. Deshalb hier alle Adressen, Ziele und Verkehrsanbindungen auf einen Blick.

Die Bahnhöfe sind außerdem für die interessant, die Paris gar nicht verlassen: Es sind Architekturdenkmäler, und eines davon ist heute eines der schönsten Museen der Welt.

Welcher Bahnhof für welches Ziel?

  • Gare du Nord – London, Brüssel, Amsterdam, Köln, Nordfrankreich, Flughafen CDG
  • Gare de l’Est – Straßburg, Deutschland, Luxemburg, Schweiz, Osteuropa
  • Gare de Lyon – Südostfrankreich, Alpen, Schweiz, Italien, Spanien
  • Gare Montparnasse – Bretagne, Loire, Bordeaux, Toulouse, Mont-Saint-Michel
  • Gare Saint-Lazare – Normandie (Rouen, Le Havre, Deauville)
  • Gare d’Austerlitz – Nachtzüge, Limoges, Toulouse, Orléans, Tours
  • Gare de Bercy – günstige OUIGO- und Regionalzüge nach Burgund, Lyon, Clermont-Ferrand

Zugfahrkarten bekommen Sie an den Automaten im Bahnhof, aber günstiger und ruhiger ist es online. Die Seite der französischen Bahn heißt heute SNCF Connect – die alte Adresse oui.sncf gibt es nicht mehr. Für TGV und Eurostar gilt: je früher Sie buchen, desto günstiger, und die billigen Tarife sind nicht umtauschbar.

In jedem Bahnhof hängt eine große Anzeigetafel mit den Abfahrten; das Gleis erscheint dort oft erst zwanzig Minuten vor Abfahrt. Planen Sie das ein, die Hallen sind riesig. An den TGV-Bahnsteigen schließen außerdem kurz vor Abfahrt die Zugangsschranken.

Wir nennen zu jedem Bahnhof die Metro- und RER-Stationen, denn das sind die bequemsten Verkehrsmittel dorthin. Und noch ein Hinweis: Die Pariser Bahnhöfe schließen nachts. Die Nacht im Wartesaal zu verbringen, funktioniert hier nicht.

Gare Saint Lazare

Alle Pariser Bahnhöfe

13 Rue d’Amsterdam, 75008 Paris

Vom Gare Saint-Lazare fahren die Züge in die Normandie: Rouen, Le Havre, Deauville und Trouville, dazu die Klippen von Étretat und die Schlösser der Gegend. Außerdem starten hier die Transilien-Linien J und L in den Nordwesten der Region.

Zwei Dinge, die kaum jemand weiß: Saint-Lazare ist der älteste der großen Pariser Bahnhöfe – eröffnet 1837, zwölf Jahre vor dem Ostbahnhof – und nach Passagierzahlen der zweitgrößte Bahnhof Frankreichs. Sie merken es sofort: morgens laufen hier Hunderttausende Pendler durch. Im Inneren gibt es ein kleines Einkaufszentrum und Wartebereiche.

Die eine Schwierigkeit: Schließfächer gibt es am Saint-Lazare nicht. Er ist einer der wenigen großen Bahnhöfe ohne eigene Gepäckaufbewahrung – so steht es auch auf der offiziellen Liste der SNCF. Wer sein Gepäck loswerden will, muss auf die privaten Aufbewahrungsstellen rund um den Bahnhof ausweichen (fünf Minuten zu Fuß, Buchung online) oder auf ein Schließfach in der Stadt.

Wichtig für Flugreisende: Seit Juni 2024 fahren Sie mit der Metro 14 von hier ohne Umsteigen bis zum Flughafen Orly. Das ist der bequemste Weg dorthin, den Paris zu bieten hat.

Die Öffnungszeiten sind von 5:00 Uhr bis 1:15 Uhr.

RER: Linie E, Haltestelle Haussmann – Saint-Lazare. Die Linie A hält gleich daneben an der Station Auber.

Metro: Linien 3, 12, 13 oder 14, Station Saint-Lazare (die Linie 9 erreichen Sie über die Unterführung).

Hotels in dieser Gegend – rund um die Oper und die großen Kaufhäuser – finden Sie hier.

Gare du Nord

Gare du Nord in Paris

18 Rue de Dunkerque, 75010 Paris

Der Gare du Nord ist der wichtigste Verkehrsknoten Frankreichs und nach Angaben der SNCF mit rund 700.000 Reisenden pro Tag der meistfrequentierte Bahnhof Europas (die Zahl umfasst Fernverkehr, Vorortzüge, RER und Metro zusammen). Er ist zugleich ein imposantes Denkmal: Der Umriss erinnert an den Triumphbogen, und auf dem Gesims steht für jede Stadt, die man von hier erreichen kann, eine Skulptur.

Ziele: Nordfrankreich mit dem TGV, London mit dem Eurostar, dazu Brüssel, Amsterdam und Köln. Wichtig für alle, die noch mit älteren Reiseführern planen: Die Marke Thalys existiert seit Herbst 2023 nicht mehr. Die roten Züge nach Brüssel, Amsterdam und ins Rheinland fahren heute alle unter dem Namen Eurostar. Nach Brüssel brauchen Sie etwa 1 Stunde 25 bis 1 Stunde 30 (die schnellste Verbindung 1:22), nach Amsterdam rund 3 Stunden 30.

Eurostar nach London – bitte genau lesen: Kommen Sie 75 bis 90 Minuten vor Abfahrt an, denn hier wird noch vor dem Einstieg die britische Grenzkontrolle erledigt. Der Zugang zum Bahnsteig schließt 30 Minuten vor Abfahrt – wer später kommt, fährt nicht mit. Zwei Dokumente brauchen Sie: einen Reisepass (den Personalausweis akzeptiert Großbritannien nicht mehr als Reisedokument) und eine ETA, die elektronische Einreisegenehmigung. Sie kostet 20 Pfund, gilt zwei Jahre und wird meist innerhalb eines Tages erteilt – beantragen Sie sie aber vor der Abreise, denn ohne ETA lässt die Bahngesellschaft Sie nicht einsteigen. Für die Züge nach Brüssel, Amsterdam und Köln gilt das alles nicht; dort genügen 20 Minuten Vorlauf.

Nachtzug nach Berlin: Den gibt es wieder – und er fährt von hier. Der European Sleeper verlässt den Gare du Nord dreimal pro Woche am frühen Abend und ist am nächsten Morgen in Berlin, über Brüssel und Lüttich. Plätze im Liegewagen beginnen bei etwa 80 Euro. Buchen Sie früh, der Zug ist klein.

Schließfächer: auf Ebene -1, gegenüber Gleis 3 beim Ausgang Rue de Maubeuge, täglich von 6:15 bis 23:15 Uhr. Hier wird nach Dauer abgerechnet, nicht nach Größe: bis 4 Stunden 4 Euro, bis 12 Stunden 7,50 Euro, bis 24 Stunden 9,50 Euro. Karte und Bargeld werden angenommen. Die SNCF weist selbst darauf hin, dass die Fächer oft alle belegt sind – verlassen Sie sich nicht darauf.

Zum Flughafen: Der RER B fährt von hier direkt zum Flughafen Charles de Gaulle, etwa 30 Minuten. Nach Orly fährt der RER B nicht – dorthin nehmen Sie die Metro 14 aus dem Zentrum.

Zum Thema Sicherheit: Es gibt keine offizielle Warnung vor dem Viertel, aber Taschendiebe sind hier ein echtes Thema – im Bahnhof selbst und besonders im RER B zum Flughafen. Tasche vorn tragen, Handy nicht in die Außentasche, fertig.

Öffnungszeiten: von 4:30 Uhr bis 1:00 Uhr.

RER: Linien B und D, Station Gare du Nord. Den RER E erreichen Sie an der benachbarten Station Magenta. Dazu kommen die Transilien-Linien H und K.

Metro: Die Linien 4 und 5 halten im Bahnhof; die Linie 2 erreichen Sie über einen Verbindungsgang zur Station La Chapelle.

Ein Hinweis für 2026 und 2027: Zwischen Gare du Nord und Gare de l’Est wird gerade eine neue unterirdische Verbindung gebaut. Der Weg durch Magenta ist deshalb zeitweise umgeleitet und der Aufzug an der Rue de l’Aqueduc außer Betrieb.

Hotels in Bahnhofsnähe sind hier deutlich günstiger als im Zentrum – achten Sie aber auf die genaue Straße, die Gegend wechselt innerhalb von zwei Blocks ihren Charakter.

Gare de l’Est

Gare de l'Est in Paris

Place du 11 novembre 1918, 75010 Paris

Der Gare de l’Est ist für deutsche Reisende der wichtigste Bahnhof in Paris, denn von hier fahren die Züge nach Deutschland. Er ist außerdem ein außergewöhnlich schönes Gebäude, das man sich von innen ansehen sollte. Berühmt wurde er durch den Orient-Express, der Frankreich mit dem Nahen Osten verband – ja, genau der Zug aus dem Roman von Agatha Christie.

Im Ersten Weltkrieg war dieser Ort von zentraler Bedeutung: Hier wurden die mobilisierten Soldaten gesammelt und verteilt. Ein großes Wandgemälde im Bahnhof erinnert daran. Zwei Skulpturen über dem Eingang stehen für die beiden wichtigsten Ziele des Ostbahnhofs: Straßburg und Verdun.

Fahrzeiten: Nach Straßburg sind die schnellsten Züge in 1 Stunde 45 da, normal sind etwa 2 Stunden 10. Nach Frankfurt am Main brauchen die direkten Züge rund 3 Stunden 50 bis 4 Stunden. Außerdem geht es von hier nach Luxemburg, in die Schweiz, nach Österreich und weiter nach Osteuropa.

Und nach Berlin? Hier müssen wir Sie bremsen. Im Dezember 2024 startete der direkte ICE Paris – Berlin von diesem Bahnhof, rund acht Stunden ohne Umsteigen. Dieser Zug fährt derzeit nicht: Er ist seit dem Sommer 2026 aus technischen Gründen ausgesetzt, ein Termin für die Wiederaufnahme ist nicht genannt. Aktuell fahren Sie mit einem Umstieg, meist in Mannheim, in knapp acht Stunden. Prüfen Sie das kurz vor der Reise – die Lage kann sich ändern.

Auch den Nachtzug nach Berlin suchen Sie hier vergeblich: Der Nightjet nach Paris wurde im Dezember 2025 eingestellt. Seit März 2026 fährt wieder ein Nachtzug, der European Sleeper – aber vom Gare du Nord, nicht von hier.

Schließfächer: auf Ebene -1 in Richtung Metro-Eingang, neben der Bäckerei PAUL, täglich von 7:30 bis 22:30 Uhr. 5,50 Euro für das kleine, 7,50 für das mittlere und 9,50 Euro für das große Fach pro 24 Stunden, danach 5 Euro je weiteren Tag. Achtung: Hier nehmen die Automaten nur Münzen – anders als am Montparnasse, wo nur die Karte funktioniert. Kleingeld also vorher besorgen.

Wenn Sie Wartezeit haben: Der Markt Marché Saint-Quentin liegt nur 150 Meter entfernt – eine überdachte Markthalle mit Käse, Obst, Meeresfrüchten und ein paar guten kleinen Lokalen. Prüfen Sie die Öffnungszeiten vor Ort, mittags machen einige Stände Pause.

Die Öffnungszeiten des Bahnhofs sind von 5:00 Uhr bis 1:00 Uhr.

RER: Der Gare de l’Est hat keine eigene RER-Station. Die nächste ist Magenta an der Linie E, und bis zum Gare du Nord sind es etwa 600 Meter, rund zehn Minuten zu Fuß. Die Linie P, die hier endet, ist keine RER-, sondern eine Transilien-Linie in die östliche Region.

Metro: Linien 4, 5 und 7, Haltestelle Gare de l’Est.

Gare de Lyon

Gare de Lyon in Paris

Place Louis-Armand, 75571 Paris

Von hier geht es in den Süden und Südosten: Lyon, Marseille, die Alpen, die Schweiz, Italien und Spanien. Der Bahnhof ist auch architektonisch einer der schönsten – der Uhrturm an der Ecke sieht aus wie eine kleine Kopie des Londoner Big Ben, und im Obergeschoss liegt Le Train Bleu, ein Restaurant von 1901, das man auch nur zum Anschauen betreten darf.

Schließfächer: in Halle 3 auf Ebene -1, auf der Seite des Eingangs Rue de Bercy, täglich von 6:15 bis 22:00 Uhr. 5,50 / 7,50 / 9,50 Euro je nach Größe pro 24 Stunden, danach 5 Euro pro Tag. Karten werden hier nicht angenommen – nur Bargeld.

Die Öffnungszeiten des Bahnhofs sind von 4:45 Uhr bis 1:30 Uhr.

RER: Linien A und D, Haltestelle Gare de Lyon. Dazu die Transilien-Linie R.

Metro: Linien 1 und 14, Haltestelle Gare de Lyon.

Hotels rund um Gare de Lyon und Bercy sind eine gute Wahl, wenn Sie früh in den Süden weiterfahren – mit der Linie 1 sind Sie in zehn Minuten im Zentrum.

Gare de Bercy

48 bis Boulevard de Bercy, 75012 Paris

Der kleine Bahnhof Bercy liegt einen Metro-Halt vom Gare de Lyon entfernt und ist der Bahnhof der günstigen Züge. Wenn auf Ihrem Ticket „Paris Bercy“ steht, gehen Sie nicht zum Gare de Lyon – das ist hier der häufigste Fehler.

Ziele: die OUIGO Train Classique nach Lyon über Melun, Dijon, Chalon-sur-Saône und Mâcon; ein Intercités nach Clermont-Ferrand und Nevers; dazu Regionalzüge nach Dijon, Montargis, Clamecy, Corbigny und Nevers. Also Burgund, die Auvergne und die Achse nach Lyon – keine internationalen Züge und keine Nachtzüge, anders als viele ältere Quellen behaupten.

Die OUIGO-Züge sind sehr billig, dafür langsam und mit eigenen Regeln für Gepäck und Einstieg – lesen Sie die bei der Buchung. Für eine Reise in die Provence kann ein Mietwagen ab Paris am Ende bequemer sein.

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Schließfächer gibt es in Bercy nicht, nur private Aufbewahrung in der Nachbarschaft.

Die Öffnungszeiten sind werktags von 6:00 Uhr bis 23:00 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen von 6:45 bis 23:00 Uhr.

RER: Am Gare de Bercy hält kein RER. Die Linien A und D halten am Gare de Lyon, einen Halt weiter.

Metro: Linien 6 und 14, Haltestelle Bercy.

Gare d’Austerlitz

85 Quai d’Austerlitz, 75013 Paris

Der Gare d’Austerlitz ist der Nachtzug-Bahnhof von Paris. Von hier fahren die Intercités de Nuit nach Toulouse, Cahors, Limoges, Brive-la-Gaillarde, Montauban und Châteauroux – im Liegewagen für wenig Geld, und man ist morgens im Süden. Tagsüber fahren Intercités und OUIGO Train Classique nach Orléans, Tours, Le Mans, Angers, Nantes, Dijon und Lyon, dazu Regionalzüge nach Bourges und Tours.

Schließfächer: im Servicebereich gegenüber den Gleisen 1 und 2, täglich von 7:00 bis 23:30 Uhr, 5,50 / 7,50 / 9,50 Euro pro 24 Stunden. Nur Bargeld, und passend – Wechselgeld gibt der Automat nicht. Holen Sie Ihr Gepäck spätestens 20 Minuten vor Abfahrt Ihres Zuges ab.

Die Öffnungszeiten des Bahnhofs sind von 4:30 Uhr bis 1:00 Uhr.

RER: Linie C, Haltestelle Gare d’Austerlitz.

Metro: Linien 5 und 10, Haltestelle Gare d’Austerlitz.

Gare Montparnasse

Gare Montparnasse in Paris

17 boulevard Vaugirard, 75015 Paris

Wer in den Westen und Südwesten will, ist hier richtig: Bretagne, Rennes, Nantes, Tours, Bordeaux, Toulouse. Die schnellsten Züge sind in gut zwei Stunden in Bordeaux, in dreieinhalb Stunden in Brest und in viereinhalb Stunden in Toulouse.

Von hier fahren Sie auch zum Mont-Saint-Michel – und nicht, wie oft behauptet, vom Saint-Lazare. Der gängige Weg: TGV bis Rennes, dann etwa eine Stunde zehn mit dem Bus direkt zum Berg. Alternativ mit Umstieg in Pontorson oder Villedieu-les-Poêles und einem Shuttle. Buchen Sie das Ticket früh, sonst wird der Tagesausflug teuer.

Schließfächer: in Halle 1 auf Ebene 2, nahe Gleis 24 an der Taxispur, neben dem Fundbüro. Täglich von 7:00 bis 22:00 Uhr, kleines Fach 5,50 Euro, großes 9,50 Euro pro 24 Stunden, danach 5 Euro pro Tag. Hier zahlt man nur mit Karte – Münzen nehmen die Automaten nicht.

Und eine Warnung, damit Sie nicht umsonst herkommen: Die Aussichtsplattform des Tour Montparnasse ist seit dem 31. März 2026 geschlossen, ein Termin für die Wiedereröffnung ist nicht genannt. Das Panoramarestaurant im 56. Stock hat schon im Juni 2025 für immer zugemacht, und im September 2026 haben die Eigentümer das große Umbauprojekt abgelehnt – es muss neu geplant werden. Niemand kann derzeit sagen, wann man wieder hinauffahren kann. Den Blick über Paris holen Sie sich in der Zwischenzeit vom Eiffelturm oder vom Triumphbogen. Was es mit dem Turm und dem Viertel sonst auf sich hat, steht hier.

Öffnungszeiten: 4:30 Uhr bis 1:15 Uhr.

RER: keiner – der Bahnhof hat keinen RER-Anschluss.

Metro: Linien 4, 6, 12 oder 13, Station Montparnasse – Bienvenüe.

Hotels am Montparnasse kosten meist weniger als vergleichbare im Zentrum, und die Metro 4 bringt Sie in einer Viertelstunde zur Notre-Dame.

Gepäck im TGV: was erlaubt ist

Seit 2024 gilt bei der SNCF eine feste Gepäckregel, und sie wird kontrolliert. Erlaubt sind zwei Gepäckstücke bis 70 x 90 x 50 cm pro Person plus ein Handgepäckstück bis 40 x 30 x 15 cm. Statt eines der großen Stücke darf es auch ein Sperrgutstück bis 90 x 130 x 50 cm sein – Kinderwagen, Ski, Surfbrett, Instrument.

Wer mehr mitnimmt, zahlt ab 50 Euro pro zusätzlichem oder zu großem Gepäckstück (höchstens 150 Euro). Wer den Gang mit seinem Koffer blockiert, zahlt 150 Euro. Beschriften Sie Ihr Gepäck mit Name und Telefonnummer, das verlangt die SNCF ausdrücklich. Fahrräder kosten 10 Euro und müssen reserviert werden, wenn sie nicht gefaltet sind.

Bahnhof am Flughafen Roissy Charles de Gaulle

95711 Roissy Charles de Gaulle, Terminal 2

Nur wenige wissen, dass Terminal 2 des Flughafens Charles de Gaulle einen eigenen TGV-Bahnhof hat. Von dort erreichen Sie fast alle größeren Städte Frankreichs, ohne durch Paris zu müssen: Lille, Bordeaux, Lyon, Marseille, Montpellier, Nantes, Toulouse, Straßburg, Grenoble, Nizza und Brüssel.

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Wenn Sie in Paris landen und gleich weiterfahren wollen, planen Sie genug Zeit für den Weg vom Flugzeug zum Zug ein:

  • Ankunft an den Terminals 2D, 2F: mindestens 60 Minuten;
  • Ankunft an den Terminals 2A, 2C, 2E, 2G: mindestens 80 Minuten;
  • Ankunft an den Terminals 1 und 3: mindestens 90 Minuten.

Von den Terminals 1 und 3 nehmen Sie die kostenlose CDGVAL-Bahn bis Terminal 2; der Bahnhof liegt direkt am Ausgang. Manche Fluggesellschaften verkaufen kombinierte Flug-und-Zug-Tickets ab diesem Bahnhof – fragen Sie bei Ihrer Airline, ob das für Ihre Strecke noch angeboten wird.

RER: Linie B, Haltestelle Aéroport Charles de Gaulle 2.

Öffnungszeiten: von 4:15 Uhr bis 1:00 Uhr.

Musée d’Orsay

Musée d'Orsay, ehemaliger Bahnhof in Paris

1 Rue de la Légion d’Honneur, 75007 Paris

Moment mal – dies ist doch ein Artikel über Bahnhöfe? Ist es. Und das Musée d’Orsay steht nicht ohne Grund auf dieser Liste: Das Gebäude war ein Bahnhof, er bediente die Strecke Paris – Orléans. Für die immer längeren Züge wurden die Bahnsteige irgendwann zu kurz, und der Bahnhof wurde überflüssig.

Statt ihn abzureißen, machte man ein Museum daraus – und die große Bahnhofsuhr hängt bis heute in der Halle. Orsay zeigt die Impressionisten und gehört zu den zehn meistbesuchten Museen der Welt. Tickets für das Museum finden Sie unter diesem Link.

Geöffnet Dienstag bis Sonntag von 9:30 bis 18:00 Uhr, letzter Einlass 17:00 Uhr. Donnerstags bis 21:45 Uhr, letzter Einlass 21:00 Uhr. Montags geschlossen, außerdem am 1. Mai und am 25. Dezember. Im Haus wird derzeit umgebaut – schauen Sie vor dem Besuch auf die Museumsseite, ob Säle geschlossen sind.

RER: Linie C, Haltestelle Musée d’Orsay.

Metro: Linie 12, Haltestelle Solférino.

Bahnhof Lille-Flandres

Bahnhof Lille-Flandres

Place des Buisses, 59000 Lille

Dieser Bahnhof steht in Lille in Nordfrankreich. Warum er in einem Artikel über Pariser Bahnhöfe auftaucht? Weil sein Empfangsgebäude einmal in Paris stand: Es war die alte Fassade des Gare du Nord. Als die der Hauptstadt zu klein wurde, baute man sie Stein für Stein in Lille wieder auf.

Für Reisende ist die Aufteilung wichtig: Die TGV und der Eurostar aus Paris und London kommen am Nachbarbahnhof Lille-Europe an, fünf Minuten zu Fuß entfernt; Lille-Flandres bedient die Regionalzüge und die Verbindungen nach Belgien, etwa nach Brügge. Schließfächer gibt es am Lille-Europe.

Die Öffnungszeiten sind von 5:00 Uhr bis 00:00 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen von 6:10 bis 00:30 Uhr.

Zum Schluss

Paris ist eine Touristenstadt, und Bahnhöfe, Flughäfen und Sehenswürdigkeiten ziehen Taschendiebe an. Halten Sie Ihre Tasche vor dem Körper, lassen Sie Handy und Geld nicht in Außenfächern, und stellen Sie Ihren Koffer nicht außer Reichweite ab, während Sie auf die Anzeigetafel schauen.

Und noch ein praktischer Tipp für den Ankunftstag: Wenn Ihr Zug früh kommt und das Hotelzimmer erst ab 15 Uhr frei ist, bringen Sie das Gepäck in ein Schließfach am Bahnhof – außer am Saint-Lazare und in Bercy gibt es an allen großen Bahnhöfen welche. Eine Übersicht mit Alternativen in der Stadt haben wir hier zusammengestellt.

Wir wünschen Ihnen eine gute Reise durch Frankreich!

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