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Mit dem Fahrrad durch Paris: fünf Routen auf der Karte

Radtouren durch Paris

Paris ist nicht Amsterdam und nicht Kopenhagen, aber das Radwegenetz wächst seit Jahren stetig, und viele Strecken sind inzwischen vom Autoverkehr getrennt. Ein Rad kostet wenig: Eine einzelne Fahrt mit Vélib’ liegt bei drei Euro, ein Tagespass bei fünf. Wie das Ausleihen am Automaten funktioniert, steht Schritt für Schritt in Fahrradverleih in Paris – hier geht es darum, wohin Sie damit fahren.

Sie sind sich unsicher, ob Sie sich zurechtfinden? Mit dieser geführten Fahrradtour durch Paris, entgeht Ihnen nichts!

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Das Radwegenetz von Paris

Vor den Strecken ein Blick auf das Netz: Die Pariser Radwege sind in den letzten Jahren stark gewachsen und vielerorts durch Poller oder Bordsteine vom Autoverkehr abgetrennt – gerade entlang der Seine, auf den großen Boulevards und an den Kanälen kommt man heute durch, ohne sich zwischen Autos einzuordnen.

Karte der Radwege in Paris

Drei Regeln machen das Fahren in Paris angenehmer, und sie überraschen Besucher regelmäßig. Einbahnstraßen dürfen Sie in Tempo-30-Zonen in Gegenrichtung befahren – das ist der Normalfall, nicht die Ausnahme. Auf dem Trottoir zu fahren ist dagegen verboten und kostet 135 Euro. Und in Parks und Gärten gilt: nur auf den ausgewiesenen Wegen, sonst muss das Rad geschoben werden – auf den autofreien Seine-Ufern dürfen Sie fahren, aber Fußgänger haben dort überall Vorrang. Die übrigen Regeln, vom Helm bis zum Alkohol, haben wir im Leitfaden zum Radverleih zusammengestellt.

Fünf Radtouren durch Paris

Alle fünf Strecken sind als Karte eingebettet – Sie können sie auf dem Telefon öffnen und unterwegs mitlaufen lassen. Die Längen reichen von gut fünf bis knapp 22 Kilometern.

Vom Trocadéro-Garten bis zum Boulogne-Wald (9,8 km)

Diese Route ist speziell für Menschen, die die berühmtesten Sehenswürdigkeiten von Paris bewundern wollen. Also beginnen wir unsere Tour im Garten Trocadero. Vergessen Sie dabei nicht, ein Selfie vor diesem malerischen Hintergrund zu machen. Wir fahren nun weiter zum Eiffelturm, um direkt auf das Marsfeld zu gelangen – noch ein Ort für ein Selfie. Danach setzen wir unseren Weg nach links fort, die Seine entlang in Richtung der Schwaneninsel – zum geheimen Plätzchen, das sich im Westen von Paris befindet.

Wenn Sie den Fluss überqueren, können Sie die wunderbare Architektur des prächtigsten Pariser Bezirks genießen. Aber lassen Sie sich nicht so sehr fortreißen. Es steht uns noch der nahe gelegene Weg in Richtung des Boulognewaldes bevor, wo die französischen Könige gejagt haben. Dort können Sie sich neben einem der Teiche ausruhen und einen kleinen Zoo besuchen.

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Von Stalingrad bis zum Vincenneswald (12,4 km)

Saint-Martin

Diese Route beginnt im modernen Viertel des Kanals Saint-Martin, wo Sie verweilen können, um die Restaurants, Bars oder Geschäfte zu besuchen. Fahren Sie dann am Kanal entlang und an den schönen Gärten vorbei, bis Sie zur Bastille gelangen.

Von dort geht es weiter zur Promenade Plantée – auch Coulée verte René-Dumont genannt –, einem ehemaligen Eisenbahnviadukt aus dem 19. Jahrhundert, das heute als grüner Weg quer durch den 12. Bezirk führt. Ein Hinweis dazu: Auf dem erhöhten Abschnitt über dem Viaduc des Arts sind Sie als Radfahrer nicht überall willkommen – ein ausgewiesener Radweg beginnt erst weiter östlich an der Allée Vivaldi. Rechnen Sie damit, das Rad auf dem ersten Stück zu schieben. Danach führt der Weg bis zum Vincenneswald. Im Bereich dieses großen Parks finden Sie viel Interessantes, aber man sollte unbedingt mit dem Vincennes-Schloss beginnen und die Reise mit einem Besuch des Minimes-See beenden.

Vom Bercy-Park bis Noisiel (21,5 km)

Nogent-sur-Marne

Wir beginnen unsere Tour im Bercy-Park, wo es viele kleine Tiere gibt, was für einen Stadtpark recht selten ist. Unser Weg führt weiter um den Vincenneswald herum. Auf diesem Weg kann man gleich einen biologisch wirtschaftenden Bauernhof besuchen, der, in der Mitte dieser grünen Oase liegt. So gelangen wir zum zweiten Pariser Fluss – der Marne, auf der eine der Hauptschlachten des 1. Weltkrieges war, die mit der Niederlage der Deutschen beendet wurde.

Beim Vorort Saint-Maurice erreichen Sie den Radweg, der den Fluss- und Bachläufen folgend direkt nach Noisiel führt. Hier kann man das Museum einer der ältesten Schokoladenfabriken Frankreichs besuchen – die Schokoladenfabrik Menier, die gute Chancen hat, in die Liste der geschützten Kulturobjekte der UNESCO aufgenommen zu werden.

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Vom Place de la République bis zum Parc des Buttes-Chaumont (5,1 km)

Parc des Buttes-Chaumont in Paris

Diese Route ist kurz, aber die anstrengendste der fünf: Sie führt in den hügeligen Nordosten der Stadt. (Der höchste Punkt von Paris liegt übrigens nicht hier, sondern auf dem Montmartre.) Wenn Sie bereit sind, die Herausforderung anzunehmen, setzen Sie sich rittlings auf Ihr Fahrrad auf dem Republikplatz und fahren Sie nach Osten in die Richtung der U-Bahnstation Parmentier. Hier müssen Sie nach links in die Straßen Oberkampf und Menilmontant abbiegen und nach Norden in die Richtung der U-Bahnstation Telegraphe fahren. Nach diesem schwierigen Weg können Sie sich erholen und ein Erfrischungsgetränk in einer örtlichen Bar trinken.

Danach werden Sie genug Kräfte haben, um auf eine Höhe von 45 Metern zu fahren und die wunderbare Sicht auf die Stadt auf dem Weg zum Parc des Buttes-Chaumont zu genießen. Das ist ein idealer Ort, um die Decke auszulegen, einen Korb für das Picknick zu holen und sich für die erreichte Höhe zu belohnen.

Vom Monceau-Park bis zum Sevranwald (20,9 km)

Diese lange Route gibt Ihnen die einzigartige Möglichkeit, die verschiedenen Seiten von Paris kennenzulernen. Beginnen Sie Ihre Wanderung mit den schönen Straßen neben dem Monceau-Park, fahren Sie dann in die Richtung des ehemaligen Viertels der roten Laternen, wo sich jetzt das berühmte Kabarett Moulin Rouge befindet, und anschließend fahren Sie bis zur U-Bahnstation Stalingrad. Hier müssen Sie nach links einbiegen und in der nördlichen Richtung durch den Park de-la-Villette fahren. Das ist ein besonderes Beispiel einer erfolgreichen Verschönerung eines Pariser Viertels – den de-la-Ourcq-Kanal entlang. Der Weg den Kanal entlang, der mit interessanten Bildern von Street-Art-Künstlern geschmückt ist, führt Sie in die Vororte Pantin und Bondy, dann durch Industriegebiete und endlich in den Wald Sevran, wo unsere Wanderung zu Ende ist.

Zwei Dinge zum Schluss, die auf allen fünf Strecken gelten. Licht ist Pflicht, sobald es dunkel wird – an Leihrädern ist es eingebaut, prüfen Sie es aber vor der Abfahrt. Und wenn eine Station voll ist, zeigt die App die nächste mit freien Plätzen; auf den Außenstrecken nach Noisiel oder Sevran stehen deutlich weniger Stationen als im Zentrum, planen Sie die Rückgabe also mit ein.

Gute Fahrt!

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