Louvre ohne Warteschlange: Tickets, Eingänge und die besten Zeiten
Der Louvre ist das meistbesuchte Museum der Welt – neun Millionen Menschen im Jahr 2025 – und entsprechend sieht es vor dem Eingang aus. Die gute Nachricht: Die Warteschlange an der Glaspyramide ist nicht die einzige Möglichkeit, und mit ein paar Entscheidungen vor der Reise stehen Sie gar nicht erst an.
Dieser Artikel behandelt nur das Praktische: Tickets, Preise, Eingänge, die besten Zeiten und was Sie tun, wenn alles ausverkauft ist. Was Sie drinnen sehen sollten, steht in unserem Überblick zum Louvre mit einem Rundgang in zwei Stunden.
Das Wichtigste in Kürze
- Buchen Sie ein Zeitfenster. Formal ist es keine Pflicht, praktisch schon: Wer mit Slot kommt, geht durch die eigene Schlange an der Pyramide.
- 22 € oder 32 €. Seit Januar 2026 zahlen Besucher mit Wohnsitz in der EU beziehungsweise im EWR 22 €, alle anderen 32 €. Online und an der Kasse gilt derselbe Preis.
- Der erste Freitag im Monat ab 18 Uhr ist frei – außer im Juli und August – ebenso der 14. Juli. Der früher verbreitete „erste Sonntag“ gilt nicht mehr.
- Der schnellste Eingang ist das Carrousel du Louvre, unterirdisch direkt aus der Metro, nicht die Pyramide.
- Dienstags geschlossen. Sonst 9 bis 18 Uhr, mittwochs und freitags bis 21 Uhr, letzter Einlass eine Stunde vorher.
- Kein Wiedereinlass. Wer das Museum verlässt, braucht ein neues Ticket. Essen und Trinken gibt es drinnen.
- Taschen über 55 × 35 × 20 cm kommen nicht hinein. Kleinere Stücke nimmt die kostenlose Garderobe.
Eintrittskarten für den Louvre
Seit dem 14. Januar 2026 gibt es zwei Preise, und sie richten sich nicht nach dem Verkaufsweg, sondern nach dem Wohnsitz: 22 € für Menschen, die in der EU oder im Europäischen Wirtschaftsraum leben, 32 € für alle anderen. Deutsche, österreichische und in der EU lebende Schweizer Besucher zahlen also den niedrigeren Tarif. Der Preis ist online derselbe wie an der Kasse.
Frei hinein kommen:
- alle unter 18 Jahren,
- unter 26-Jährige mit Wohnsitz in der EU oder im EWR,
- Menschen mit Behinderung und eine Begleitperson,
- Lehrkräfte, Journalisten und ICOM-Mitglieder.
Wichtig dabei: Auch ein kostenloses Ticket ist ein Ticket. Ohne gebuchtes Zeitfenster kann es passieren, dass Sie an der Tür stehen und nicht hineinkommen, weil das Kontingent für diese Stunde voll ist.
Der Eintritt ist außerdem in mehreren Städtepässen enthalten – im Paris Pass ebenso wie im Paris Museum Pass. Auch mit diesen Pässen müssen Sie den Slot vorab reservieren – der Pass ersetzt die Zahlung, nicht die Buchung.
Hier finden Sie Zeitfenster und Tickets für den LouvreWenn alles ausverkauft ist
An Wochenenden, in den Ferien und über Feiertage ist der Vorverkauf regelmäßig Tage im Voraus leer. Vier Dinge helfen dann:
- Abends statt tagsüber. Für die Mittwoch- und Freitagabende bis 21 Uhr gibt es fast immer noch Slots, weil die meisten Besucher tagsüber planen.
- Am Vortag noch einmal schauen. Stornierte Kontingente gehen zurück in den Verkauf, meist in den letzten 24 bis 48 Stunden.
- Über einen Wiederverkäufer buchen. Anbieter halten eigene Kontingente, die unabhängig vom Museumsshop sind – wenn dort nichts mehr frei ist, lohnt der Blick trotzdem.
- Eine Führung nehmen. Geführte Touren haben eigene Einlasszeiten und oft noch Plätze, wenn das Einzelticket längst weg ist.
Die vier Eingänge – und welcher der schnellste ist

Die Glaspyramide im Cour Napoléon ist der Hauptzugang und der einzige, an dem jeder hineinkommt – mit und ohne Ticket. Sie hat mehrere Schlangen, darunter eine eigene für Besucher mit gebuchtem Zeitfenster. Die Wartezeit entsteht dort selten am Ticketschalter, sondern an den Sicherheitskontrollen mit Metalldetektor und Taschenkontrolle.
Das Carrousel du Louvre in der Rue de Rivoli 99 ist für die meisten der bessere Weg. Es ist das unterirdische Einkaufszentrum unter dem Museum, und Sie erreichen es aus der Metrostation Palais-Royal – Musée du Louvre, ohne einmal an die Oberfläche zu kommen. Folgen Sie den Schildern bis zur umgekehrten Pyramide; gegenüber davon liegen die Eingänge, und dort steht meist niemand. Sie landen in derselben unterirdischen Halle wie die Besucher von oben.
Ins Carrousel kommen Sie auf drei Wegen: unterirdisch aus der Metro, durch die Glastüren gegenüber der Metrostation Palais Royal – nicht durch den Torbogen, der führt in den Innenhof – oder vom Jardin des Tuileries her, wo links und rechts des Carrousel-Bogens zwei unscheinbare Abgänge liegen.

Der Passage Richelieu unter der Rue de Rivoli ist Gruppen, Führungen, Auditoriumsbesuchern und Mitgliedern vorbehalten und schließt früher als das Museum.
Die Porte des Lions am Quai François-Mitterrand, auf der Seine-Seite des Denon-Flügels, ist der Geheimtipp unter den Eingängen: geöffnet, aber nur für Besucher mit Ticket, dienstags gar nicht, und der letzte Einlass ist bereits um 17 Uhr. Die Garderobe dort nimmt nur bis 15 Uhr an. Wer nachmittags mit fertigem Ticket kommt und kein Gepäck hat, ist hier am schnellsten drin – und steht dazu noch direkt am richtigen Flügel.
Wann ist die beste Zeit für den Louvre?

Anders als beim Eiffelturm lohnt sich beim Louvre der frühe Morgen. Wer um neun Uhr mit Slot an der Pyramide steht, hat die erste Stunde fast für sich; das Ticket gilt ohnehin den ganzen Tag, Sie verlieren also nichts.
Die zweitbeste Zeit sind die Abende am Mittwoch und Freitag, wenn bis 21 Uhr geöffnet ist. Die Tagesbesucher sind dann weg, die Reisegruppen ebenfalls, und in den großen Sälen ist es erstaunlich ruhig.
Am schlechtesten ist der frühe Nachmittag zwischen 13 und 16 Uhr, besonders am Wochenende und in den französischen Schulferien. Wenn Sie nur dann können, planen Sie einen Flügel statt das ganze Haus.
Ein Termin-Hinweis, der jedes Jahr Reisende erwischt: Der Louvre ist dienstags geschlossen, das Musée d’Orsay montags. Wer beide sehen will, legt sie entsprechend auf verschiedene Tage.
Geschlossen ist außerdem am 1. Januar, am 1. Mai und am 25. Dezember.
Freier Eintritt in den Louvre
Am ersten Freitag jedes Monats ab 18 Uhr ist der Eintritt für alle frei – ausgenommen sind Juli und August. Frei ist er außerdem am 14. Juli, dem französischen Nationalfeiertag.
Ein gebuchtes Zeitfenster brauchen Sie auch dann, und genau hier liegt der Haken: Die kostenlosen Slots sind schnell weg, oft innerhalb von Stunden nach der Freischaltung. Wer diesen Termin nutzen will, sollte den Kalender des Museums im Auge behalten, statt spontan hinzugehen.
Vorsicht bei älteren Reiseführern und Blogtexten: Dort steht häufig noch, der Louvre sei am ersten Sonntag im Monat oder am ersten Samstagabend frei. Beides stimmt nicht mehr.
Wie Sie Ihr Ticket benutzen
- Suchen Sie Datum, Uhrzeit und Personenzahl aus. Bezahlt wird mit Karte.
- Das E-Ticket kommt per E-Mail, meist innerhalb weniger Minuten. Wenn nichts ankommt, schauen Sie im Spam-Ordner nach, bevor Sie den Anbieter anschreiben.
- Drucken Sie es aus oder laden Sie es aufs Handy – im Untergeschoss ist der Empfang stellenweise schlecht, ein Screenshot ist sicherer als eine Mail, die erst laden muss.
- Am Eingang wird der QR-Code gescannt. Für den ermäßigten oder freien Eintritt brauchen Sie zusätzlich einen Ausweis, der Alter und Wohnsitz belegt.
- Kommen Sie zehn bis fünfzehn Minuten vor Ihrem Slot. Zu früh lässt man Sie nicht durch, zu spät verfällt die Reservierung.
Gepäck, Garderobe und was drinnen gilt
Alles, was größer ist als 55 × 35 × 20 Zentimeter, wird am Eingang abgewiesen – Koffer und große Rucksäcke nehmen Sie also gar nicht erst mit. Für kleinere Taschen gibt es kostenlose Schließfächer in der Halle unter der Pyramide.
Fotografieren ist in den Dauerausstellungen erlaubt, ohne Blitz und ohne Selfiestick; für Sonderausstellungen gelten eigene Regeln. Und das Wichtigste: Es gibt keinen Wiedereinlass. Jeder Ausgang ist endgültig. Wenn Sie eine Pause brauchen, machen Sie sie in einem der Cafés im Haus.
Der offizielle Audioguide des Museums kostet 6 €. Alternativ nehmen Sie einen Guide mit, den Sie vorher aufs Handy geladen haben – das spart den Weg zum Ausleihschalter und funktioniert auch dort, wo kein Netz ist.
Mona Lisa, Venus von Milo, Michelangelos Sklaven, Delacroix’ „Die Freiheit führt das Volk“: Der deutschsprachige Audioguide von TouringBee verbindet genau diese Werke zu einem Rundgang, den Sie in Ihrem eigenen Tempo gehen. Rund zwei Stunden, Karte auch ohne Internet.
Anfahrt
Der Louvre liegt im 1. Arrondissement. Nächste Metrostation ist Palais-Royal – Musée du Louvre (Linien 1 und 7) mit direktem unterirdischem Zugang zum Carrousel; auch Tuileries (Linie 1) und Pyramides (Linien 7 und 14) liegen in Gehweite.
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Wir wünschen Ihnen einen schönen Besuch im Louvre!


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